Immobilienmakler Bochum-Süd
Hier stehen die teuersten Adressen Bochums — und mit Querenburg gleichzeitig einer der günstigsten Mietmärkte der Stadt. Beides auf 27 Quadratkilometern.
Die Dorfkirche in Stiepel steht seit rund tausend Jahren über der Ruhr, mit romanischen Wandmalereien im Inneren. Drei Kilometer weiter östlich beginnt ein Betonkomplex aus den Sechzigern, in dem heute 37.653 Menschen studieren. Zwischen diesen beiden Punkten liegt der Bochumer Süden — und die größte Preisspanne, die ein einzelner Bezirk dieser Stadt aufmacht.
Bochum-Süd hat nur drei Stadtteile, aber sie könnten unterschiedlicher kaum sein. Wiemelhausen ist bürgerliches Bochum mit Kirchviertel, Villen und Klinikum. Stiepel ist die Top-Wohnlage der Stadt: 80,1 Prozent Ein- und Zweifamilienhäuser, der niedrigste Altbauanteil Bochums, im Schnitt 94,1 Quadratmeter je Wohnung. Querenburg ist Universitätsstadtteil mit Hustadt, Steinkuhl und 170 Gebäuden mit zehn oder mehr Wohneinheiten.
Der Bezirk hat mit 33 Prozent die höchste Eigentumsquote Bochums und mit 2.755 € je Quadratmeter den höchsten Wohnungspreis. Gleichzeitig liegt die Miete in Querenburg bei 8,00 € — unter dem Stadtschnitt von 8,76 €. Wer den Bezirk als Ganzes bewertet, liegt bei jeder einzelnen Adresse daneben. Ein Immobilienmakler für Bochum-Süd rechnet deshalb je Stadtteil, nicht je Bezirk.
Preise in Bochum-Süd nach Stadtteil
Zwischen Stiepel und Querenburg liegen bei den Mieten 2,38 € je Quadratmeter, bei den Wohnungspreisen fast 1.300 €. Das ist die größte Spreizung innerhalb eines Bochumer Bezirks.
| Stadtteil | Einwohner | Miete je m² | Wohnung je m² | Haus je m² |
|---|---|---|---|---|
| Stiepel | 11.172 | 10,38 € | 3.400 € | 3.699 € |
| Wiemelhausen | 18.654 | 9,95 € | 3.465 € | 3.402 € |
| Querenburg | 21.294 | 8,00 € | 2.115 € | 3.029 € |
| Bezirk gesamt | 51.120 | 9,52 € | 2.755 € | — |
Quelle: Stadt Bochum, Wohnungsmarktbarometer, Anhang Strukturdaten der 30 Ortsteile. Einwohner Stand 31.12.2024, Median-Angebotspreise Auswertungszeitraum 01.07.2024 bis 30.06.2025.
So wohnt Bochum-Süd
Stiepel: der teuerste Boden der Stadt
Stiepel ist mit 12,50 Quadratkilometern der flächengrößte Stadtteil Bochums und der mit dem jüngsten Bestand: Nur 46,1 Prozent der Gebäude sind älter als Baujahr 1970. Die Bebauung ist locker, viele Häuser haben Ruhrblick, die Höhenunterschiede reichen von 70 bis 196 Meter über Normalnull — der höchste Punkt Bochums liegt an der Ministerstraße. Dazu kommen der Kemnader See mit seinem Freizeitband, die Ruhrauen, der Ruhrtalradweg, ein Golfplatz und das Zisterzienserkloster.
Der Haken ist die Anbindung. In Stiepel fährt keine Bahn. Es gibt Buslinien Richtung Zentrum, Weitmar und Witten-Heven, sonst ist das Auto gesetzt. Für Familien mit zwei Fahrzeugen ist das kein Thema, für Käufer ohne Auto schon. Der Anteil geförderter Wohnungen liegt bei 0,4 Prozent — der niedrigste Wert der Stadt.
Wiemelhausen: Altbau, Kliniken, Arbeitgeber
Wiemelhausen hat mit 3.465 € je Quadratmeter den höchsten Wohnungspreis Bochums. Das Kirchviertel um St. Johannes ist gewachsener Stadtteilkern, im Norden liegt das um 1900 planmäßig angelegte Ehrenfeld. 1.270 Mehrfamilienhäuser stehen 59,5 Prozent Eigenheimanteil gegenüber — Gründerzeit-Stadthäuser, Villen und Nachkriegsbebauung nebeneinander. Arbeitgeber wie das Bergmannsheil, die Knappschaft, die BOGESTRA-Hauptverwaltung, G DATA und Eickhoff liegen im Stadtteil. Die U35 hält an vier Stationen und verbindet den Hauptbahnhof direkt mit der Ruhr-Universität.
Querenburg: der Markt der Kapitalanleger
Querenburg ist der Stadtteil mit dem größten Kontrast. Auf der einen Seite die Großwohnanlagen der Hustadt und Steinkuhl mit 170 Gebäuden ab zehn Wohneinheiten und 17 Prozent gefördertem Bestand. Auf der anderen Seite lockere Einfamilienhausbebauung mit 70,2 Prozent Eigenheimanteil. Dazwischen die Ruhr-Universität mit rund 37.650 Studierenden und rund 6.470 Beschäftigten sowie die Hochschule Bochum mit rund 9.540 Studierenden. Der Altenquotient liegt bei 32,3 — nach der Innenstadt der niedrigste Wert Bochums. Querenburg ist jung, und es ist der Stadtteil, in dem sich studentische Vermietung in Bochum am ehesten rechnet.
Wer in Bochum-Süd kauft
In Stiepel und Wiemelhausen kaufen Ärztinnen, Selbstständige, Professorinnen und Professoren der Ruhr-Universität, Familien mit gehobenem Budget. Der Median für ein Haus in Stiepel liegt bei 3.699 € je Quadratmeter, bei 150 Quadratmetern sind das rund 555.000 €. Das ist deutlich über dem Bochumer Median für Eigenheime von 455.000 €, und trotzdem gibt es für gute Objekte mehr Interessenten als Angebote.
Der Grund steht in der Demografie: Der Altenquotient in Stiepel liegt bei 73,6, die durchschnittliche Wohnung misst 94,1 Quadratmeter. Übersetzt heißt das, viele große Häuser werden derzeit von zwei Personen bewohnt, oft seit Jahrzehnten. Ein Teil davon kommt in den nächsten Jahren auf den Markt — durch Verkauf im Alter, durch Umzug oder durch Erbschaft. Wenn du zu dieser Gruppe gehörst, findest du unter Immobilie verkaufen im Alter die Punkte, die vor dem ersten Termin geklärt sein sollten.
In Querenburg kaufen andere Leute. Dort geht es um Rendite: kleine Wohnungen, kurze Mietzyklen, stabile Nachfrage durch rund 47.000 Studierende an Ruhr-Universität und Hochschule Bochum zusammen. Der Einstieg liegt bei 2.115 € je Quadratmeter, deutlich unter dem Bezirksschnitt. Was du dabei einkalkulieren solltest, sind die Umschlagkosten: Wer alle zwei Jahre neu vermietet, streicht auch alle zwei Jahre. Wie sich das rechnet, steht unter an Studenten vermieten in Bochum.
Wer in Bochum-Süd mietet
Zwei Mietmärkte, die kaum etwas miteinander zu tun haben. In Stiepel und Wiemelhausen mieten Familien und Klinikpersonal, die Verträge laufen lang, die Mieten liegen mit 10,38 € und 9,95 € je Quadratmeter an der Spitze der Stadt. Gesucht sind dort Wohnungen ab drei Zimmern mit Balkon oder Garten, und davon gibt es zu wenige.
In Querenburg mieten Studierende und internationale Haushalte. Die durchschnittliche Haushaltsgröße liegt bei 1,82 Personen, die Miete bei 8,00 € je Quadratmeter. Der Markt ist stabil, aber preissensibel. Da Bochum nicht in der Mieterschutzverordnung des Landes steht, gibt es weder Mietpreisbremse noch Umwandlungsverbot, und die Kappungsgrenze liegt bei 20 Prozent in drei Jahren. Der Spielraum ist also größer als in vielen anderen Universitätsstädten. Wie du ihn sauber nutzt, ohne dir Leerstand einzuhandeln, steht unter Wohnung vermieten in Bochum.
Immobilienmakler in Bochum-Süd: was du davon hast
Ein Haus in Stiepel oder Wiemelhausen wird selten schnell verkauft, sondern richtig. Käufer in diesem Segment prüfen genau, holen Gutachten ein und ziehen jeden offenen Punkt vom Preis ab. Wer vorher weiß, was ein Käufer finden wird, verliert diese Punkte nicht in der Verhandlung. Deshalb steht bei uns die Bestandsaufnahme vor dem Exposé, nicht danach.
In Querenburg ist es umgekehrt: Dort zählt Tempo und ein Grundriss, der zu studentischer Vermietung passt. Zwei Zimmer mit getrennten Wegen bringen mehr als drei Zimmer im Durchgang. Aus über 1.000 vermieteten Wohnungen kennen wir den Unterschied — davon hast du den Vorteil, dass deine Wohnung nicht über den Sommer leer steht.
Die drei Stadtteile in Bochum-Süd
Auf jeder Stadtteilseite stehen die Preise, die Bebauung, die Schulen und die Anbindung im Detail.
Wiemelhausen
18.654 Einwohner. Kirchviertel, Ehrenfeld, Bergmannsheil. Mit 3.465 € je m² der teuerste Wohnungsmarkt Bochums.
Stiepel
11.172 Einwohner. Flächengrößter Stadtteil, Kemnader See, Dorfkirche. Häuser 3.699 € je m², Miete 10,38 €.
Querenburg
21.294 Einwohner. Ruhr-Universität, Hochschule Bochum, Hustadt, Botanischer Garten. Einstieg ab 2.115 € je m².
Die Übersicht über alle sechs Bezirke und alle 30 Stadtteile findest du unter Immobilienmakler in Bochum. Westlich grenzt der Bezirk Südwest mit Weitmar-Mark an, der preislich am nächsten dran liegt.
Häufige Fragen zu Bochum-Süd
Welche Stadtteile gehören zu Bochum-Süd?
Ist Stiepel die teuerste Lage in Bochum?
Lohnt sich eine Studentenwohnung in Querenburg?
Warum ist die Miete in Querenburg so niedrig?
Wie schnell verkauft sich ein Haus in Stiepel?
Kurz zusammengefasst
Bochum-Süd ist der teuerste Bezirk der Stadt und gleichzeitig der widersprüchlichste. Stiepel und Wiemelhausen stehen mit 3.400 € und 3.465 € je Quadratmeter an der Spitze, Querenburg liegt mit 2.115 € und einer Miete von 8,00 € unter dem Stadtschnitt. Der Grund ist nicht die Lage, sondern der Bestand.
Wenn du in Stiepel oder Wiemelhausen ein Haus besitzt, das für dich zu groß geworden ist, hast du derzeit einen dünnen Markt auf deiner Seite. Wenn du in Querenburg anlegst, zählt der Grundriss mehr als die Adresse. In beiden Fällen entscheidet die Vorbereitung darüber, was am Ende auf dem Kaufvertrag steht.
Was ist dein Haus in Bochum-Süd wert?
Eine belastbare Spanne aus den Verkäufen deiner Straße, dazu eine ehrliche Einschätzung, was Sanierung bringt und was nicht.
Christian Gottschling
Ob Verkauf, Vermietung oder Verwaltung in Bochum Sued: Ein kurzes Gespräch bringt dich meist weiter als eine Stunde Lesen. Auskunft kostet nichts, auch wenn daraus kein Auftrag wird.
Geschäftsführer der GOTTSCHLING Immobilien GmbH · Termine bei dir vor Ort in BochumLieber telefonisch? 0201 20 20 01 — Auskunft kostet nichts, auch wenn daraus kein Auftrag wird.