Wie hoch ist die Maklerprovision beim Verkauf?
Beim Verkauf an einen Verbraucher liegt die Provision in Nordrhein-Westfalen üblicherweise bei 7,14 Prozent des Kaufpreises inklusive Mehrwertsteuer. Geteilt wird hälftig: 3,57 Prozent zahlst du, 3,57 Prozent zahlt der Käufer. Bei einem Kaufpreis von 455.000 Euro sind das rund 16.200 Euro für dich. Dein Anteil darf gesetzlich nie kleiner sein als seiner.
Hier steht die Zahl und was sie für dich bedeutet. Die Rechtslage im Detail erklärt der Beitrag zur Maklerprovision beim Verkauf, die Gesamtsicht auf alle Nebenkosten die Seite Kosten und Provision.
Was das in Euro bedeutet
| Kaufpreis | Dein Anteil 3,57 % | Gesamt 7,14 % |
|---|---|---|
| 200.000 € | 7.140 € | 14.280 € |
| 300.000 € | 10.710 € | 21.420 € |
| 455.000 € | 16.244 € | 32.487 € |
| 600.000 € | 21.420 € | 42.840 € |
455.000 Euro ist der Median-Kaufpreis für ein Eigenheim in Bochum. Quelle: Stadt Bochum, Wohnungsmarktbarometer.
Warum die Teilung Pflicht ist
Beim Verkauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses an einen Verbraucher gilt seit der Gesetzesänderung: Wer den Makler beauftragt, trägt mindestens die Hälfte. Du kannst also nicht vereinbaren, dass der Käufer alles zahlt.
Außerdem muss der Käufer seinen Anteil erst zahlen, wenn du deinen nachweislich gezahlt hast. Das steht so im Gesetz und lässt sich nicht wegverhandeln. Die Aufteilung im Überblick steht unter Wer zahlt die Provision.
Wann die Provision überhaupt fällig wird
Drei Dinge müssen zusammenkommen: ein wirksamer Maklervertrag, eine Tätigkeit des Maklers, die zum Abschluss geführt hat, und ein zustande gekommener Kaufvertrag. Fehlt eines davon, gibt es keinen Anspruch.
Praktisch heißt das: Erst wenn beim Notar unterschrieben ist, wird die Rechnung gestellt. Platzt der Verkauf vorher, zahlst du nichts. Wie die Provisionsteilung rechtlich funktioniert, steht im Lexikon.
Was sich verhandeln lässt
Der Satz selbst ist keine feste Größe, sondern üblich. Verhandeln lässt sich vor allem über die Laufzeit des Auftrags, über zusätzliche Leistungen wie Home Staging oder eine Drohnenaufnahme und über gestaffelte Modelle, bei denen ein höherer Verkaufspreis auch dem Makler mehr bringt.
Was du nicht verhandeln solltest: einen Makler allein nach dem günstigsten Satz aussuchen. Ein Prozentpunkt weniger Provision ist schnell verloren, wenn der Verkaufspreis um fünf Prozent niedriger ausfällt. Welche Vertragsarten es gibt, steht unter Arten von Maklerverträgen.
Provision bei Vermietung ist etwas anderes
Bei der Vermietung gilt das Bestellerprinzip: Wer den Makler beauftragt, zahlt ihn. Für Vermieter heißt das maximal zwei Nettokaltmieten zuzüglich Mehrwertsteuer, der Mieter zahlt nichts. Dieses Prinzip hat mit der Provision beim Verkauf nichts zu tun, wird aber oft verwechselt.
Häufige Fragen zur Provision
Ist die Provision steuerlich absetzbar?
Muss ich zahlen, wenn ich den Käufer selbst gefunden habe?
Wann genau muss ich die Rechnung bezahlen?
Was kostet mich der Verkauf sonst noch?
Kurz zusammengefasst
7,14 Prozent inklusive Mehrwertsteuer sind beim Verkauf an Verbraucher in Nordrhein-Westfalen üblich, hälftig geteilt. Auf dich entfallen 3,57 Prozent.
Dein Anteil darf nie kleiner sein als der des Käufers, und der Käufer zahlt erst, nachdem du gezahlt hast. Fällig wird alles erst mit dem notariellen Kaufvertrag.
Verhandle über Laufzeit und Leistungen, nicht allein über den Satz. Ob sich ein Makler für dich überhaupt lohnt, klärt Makler oder Alleingang.
Erst der Wert, dann die Prozente
Was dein Objekt bringt, erfährst du vorab und kostenlos.
Christian Gottschling
Ein kurzes Gespräch bringt dich meist weiter als eine Stunde Lesen. Auskunft kostet nichts, auch wenn daraus kein Auftrag wird.
Geschäftsführer der GOTTSCHLING Immobilien GmbH · Termine bei dir vor Ort in Bochum