Immobilienmakler in Bochum-Günnigfeld
7,61 Euro Miete je Quadratmeter, 1.733 Euro Kaufpreis, Zechenhäuser der Kolonie Hannover und der Kruppwald vor der Tür: Günnigfeld ist Bochums günstigster Einstieg — und rechnet sich anders, als die niedrige Miete vermuten lässt.
„Das ist doch schon Gelsenkirchen, oder?“ Den Satz hörst du bei fast jeder Besichtigung in Günnigfeld. Die Antwort ist nein — Günnigfeld ist der nördlichste Ortsteil des Bezirks Wattenscheid und damit Bochum. Die Grenze zu Gelsenkirchen und Herne verläuft direkt am Rand, und genau das prägt den Ortsteil: Er wird von außen selten gesucht und deshalb selten teuer.
Die Zahlen dazu sind eindeutig. Mit 7,61 Euro je Quadratmeter hat Günnigfeld die niedrigste Angebotsmiete aller Bochumer Ortsteile, 1,15 Euro unter dem Stadtmedian von 8,76 Euro. Bei einer Wohnung mit 65 Quadratmetern sind das rund 495 statt 569 Euro kalt im Monat. Für eine Familie mit zwei Kindern macht dieser Unterschied im Jahr fast 900 Euro aus.
Genau deswegen wohnen hier viele junge Familien. Der Jugendquotient liegt bei 33,4 und ist damit der höchste im nördlichen Bochum. Günnigfeld ist kein Ortsteil im Abstieg, sondern einer, in dem sich Wohnen mit normalem Einkommen noch ausgeht. Wer hier kauft oder vermietet, sollte das verstehen, bevor er über Preise spricht. Ein Immobilienmakler in Bochum-Günnigfeld, der den Ortsteil nur über seine Statistik kennt, redet an den Menschen vorbei, die hier tatsächlich mieten und kaufen.
Zu vielen Kindern gehören viele Mannschaften. Für Bambini und F-Jugend in Günnigfeld und dem übrigen Wattenscheid werden Trikotsätze mit bis zu 350 Euro übernommen — nachzulesen beim Trikotsponsoring für den Nachwuchs.
Immobilienpreise in Günnigfeld im Vergleich zu Bochum
| Kennzahl | Günnigfeld | Bochum gesamt |
|---|---|---|
| Angebotsmiete nettokalt je m² (Median) | 7,61 € | 8,76 € |
| Eigentumswohnung je m² (Median Angebot) | 1.733 € | 2.318 € |
| Haus je m², Spanne einfache bis gute Lage | 1.997–3.436 € | 455.000 € Median je Eigenheim |
| Wohnfläche je Wohnung | 64,6 m² | rund 74 m² |
| Eigentumsquote | 25 % | rund 25 % |
| Wohngebäude vor Baujahr 1970 | 69,5 % | 65 % |
Quelle: Stadt Bochum, Wohnungsmarktbarometer 2025, Anhang Strukturdaten der 30 Ortsteile (Datenstand 31.12.2024, Angebotspreise 1.7.2024–30.6.2025, veröffentlicht 19.12.2025); ergänzend immoportal.com, Immobilienpreise Bochum-Günnigfeld, Stand 09/2026 (Portalwert Eigentumswohnung 1.983 €/m², Haus-Median 2.627 €/m², Mietspanne 7,18–9,58 €/m²).
So wohnt es sich in Günnigfeld
Kolonie Hannover: Zechenhäuser, die noch stehen
Günnigfeld ist um die Zeche Hannover gewachsen, und die Kolonie Hannover mit ihren erhaltenen Zechenhäusern ist bis heute das Gesicht des Ortsteils. Zwei Geschosse, Backstein, ein Garten hinten für Kartoffeln und Kaninchen. Viele dieser Häuser sind inzwischen in Privatbesitz und Stück für Stück modernisiert worden, andere warten noch darauf.
Direkt an der Grenze zu Hordel steht der Malakowturm der Zeche Hannover, der heute zum LWL-Industriemuseum gehört. Er ist das Wahrzeichen der Gegend und ein Grund, warum die Kolonie nicht abgerissen, sondern bewahrt wurde. Grün gibt es mit dem Kruppwald direkt im Ortsteil.
Klein, dicht, überschaubar
Mit 1,66 Quadratkilometern ist Günnigfeld der flächenmäßig kleinste Ortsteil Bochums. Auf dieser Fläche leben 5.665 Menschen in 3.320 Wohnungen. Von den 950 Wohngebäuden sind 530 Ein- oder Zweifamilienhäuser, 420 Mehrfamilienhäuser, nur 30 haben zehn Wohnungen oder mehr. Du kannst den Ortsteil in zwanzig Minuten zu Fuß durchqueren, und die meisten Wege — Bäcker, Kita, Grundschule — liegen genau darin.
69,5 Prozent der Gebäude stammen aus der Zeit vor 1970, 9,5 Prozent sind nach der Jahrtausendwende gebaut. Damit hat Günnigfeld mehr Neubau als die meisten Nachbarn. Die Wohnungen sind mit 64,6 Quadratmetern kompakt, die Haushalte mit 1,94 Personen etwas größer als im Bochumer Schnitt.
Wer hier lebt
Nur 3,3 Prozent der Wohnungen sind öffentlich gefördert — der niedrigste Wert unter den Nachbarortsteilen. Günnigfeld ist also kein Ortsteil, der von gefördertem Wohnraum lebt, sondern einer, in dem der freie Markt günstig ist.
Bus, A40 und A42
Eine Schienenanbindung hat Günnigfeld nicht. Die BOGESTRA fährt mit Bussen nach Wattenscheid, Gelsenkirchen und Herne, von dort geht es weiter mit S-Bahn und Straßenbahn. Auf die A40 kommst du über Wattenscheid, auf die A42 über Gelsenkirchen. Wer in Essen, Herne oder Gelsenkirchen arbeitet, ist schnell da, wer täglich in die Bochumer Innenstadt muss, plant Umsteigen ein.
Das drückt den Preis, und das ist der ehrliche Teil der Geschichte. Es hält aber auch die Nebenkosten des Lebens niedrig, weil hier fast alles fußläufig liegt. In der Vermarktung solltest du beides nennen. Interessenten, die auf die U-Bahn angewiesen sind, sagen sonst beim Termin ab, und du hast eine Woche verloren.
Wer in Günnigfeld kauft
Käufergruppe eins sind Kapitalanleger, oft aus Essen, Düsseldorf oder dem Ausland, die den Ruhrgebietsnorden systematisch abgrasen. Sie kaufen kleine Mehrfamilienhäuser mit vier bis acht Einheiten und rechnen mit einer Bruttorendite von gut fünf Prozent. Diese Käufer entscheiden schnell, verlangen aber vollständige Unterlagen: Mietaufstellung, Betriebskostenabrechnungen der letzten beiden Jahre, Nachweise über Sanierungen.
Gruppe zwei sind Selbstnutzer mit begrenztem Budget. Bei einer Haus-Spanne, die bei 1.997 Euro je Quadratmeter beginnt, kostet ein Zechenhaus mit 100 Quadratmetern in einfacher Lage rund 200.000 Euro. Das ist in Bochum kaum zu unterbieten. Diese Käufer bringen oft Eigenleistung mit und suchen genau deshalb ein Haus, an dem noch etwas zu tun ist.
Gruppe drei sind Käufer aus Gelsenkirchen und Wattenscheid, die im Viertel bleiben wollen. Sie kennen die Straßen, die Schule und den Kruppwald und wissen genau, welche Ecke sie wollen.
Was alle drei prüfen: den Sanierungsstand. Bei einem Zechenhaus sind Feuchtigkeit im Kellermauerwerk, alte Elektrik und eine Heizung jenseits der zwanzig Jahre die Standardthemen. Wer diese Punkte offen benennt und mit Angeboten hinterlegt, verkauft schneller. Wie sich das gesamte Bild rechnet, steht auf der Seite zur Kapitalanlage in Bochum.
Wer in Günnigfeld mietet
Die Mieter in Günnigfeld sind überwiegend Menschen, für die der Quadratmeterpreis das entscheidende Kriterium ist: junge Familien, Beschäftigte aus dem Schichtdienst in den Betrieben rund um Gelsenkirchen und Wattenscheid, Rentnerinnen und Rentner mit kleiner Rente. Der Altenquotient von 51,2 und der Jugendquotient von 33,4 zeigen beides zugleich — hier leben viele Ältere und viele Kinder.
Für dich als Vermieter ist das eine gute Ausgangslage, wenn du zwei Dinge richtig machst. Erstens: Setze die Miete nicht am unteren Rand an, nur weil der Stadtteilmedian niedrig ist. Die Spanne reicht bis 9,58 Euro je Quadratmeter. Eine sanierte Wohnung mit neuem Bad und Balkon erzielt deutlich mehr als 7,61 Euro. Zweitens: Nimm die Bonitätsprüfung ernst. Gehaltsnachweise, SCHUFA und eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung gehören zum Standard — nicht als Misstrauen, sondern weil ein Zahlungsausfall bei einer Kaltmiete von 500 Euro deine gesamte Jahresrendite auffrisst.
Die Nachfrage ist da. Wohnungen unter 550 Euro kalt sind im gesamten Ruhrgebiet knapp, und in Günnigfeld findest du für dieses Geld noch 70 Quadratmeter.
Immobilie in Günnigfeld verkaufen: was vor der Anzeige geklärt sein muss
Verkäufer in Günnigfeld unterschätzen ihr Objekt häufiger, als sie es überschätzen. Wer hört, dass sein Ortsteil die niedrigste Miete Bochums hat, rechnet automatisch mit dem schlechtesten Preis. Die Haus-Spanne reicht aber von 1.997 bis 3.436 Euro je Quadratmeter. Zwischen dem unteren und dem oberen Ende liegen bei 100 Quadratmetern fast 144.000 Euro. Wo dein Haus in dieser Spanne steht, entscheidet der Zustand, nicht der Ortsteil.
Für Eigentumswohnungen weist die Stadt 1.733 Euro je Quadratmeter aus, ein großes Portal 1.983 Euro. Beide Zahlen beschreiben Angebote, nicht Abschlüsse. Bei einem modernisierten Objekt ist der amtliche Median der falsche Anker.
Aus über 400 Verkäufen wissen wir, an welcher Stelle ein Preis kippt. In Günnigfeld ist das die Frage nach dem Baujahr der Heizung. Steht im Keller ein Kessel jenseits der dreißig Jahre, rechnet jeder Käufer 25.000 bis 35.000 Euro dagegen — und zwar unabhängig davon, ob getauscht werden muss. Davon hast du den Vorteil, dass diese Frage vorher geklärt und mit einem konkreten Angebot beziffert wird, statt dass sie im Kaufpreis frei geschätzt wird.
Wenn vorher noch etwas gemacht werden muss, steht der Handwerker in wenigen Tagen bei dir: der Maler für Flur und Treppenhaus, der Bodenleger für den abgetretenen Teppich, der Entrümpler für Keller und Garage. Du musst niemanden suchen. Eine neue Küche holst du in Günnigfeld dagegen so gut wie nie wieder rein.
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In Günnigfeld vermieten: 5,3 Prozent aus den echten Zahlen
Die Rechnung geht so: 7,61 Euro Miete je Quadratmeter mal zwölf Monate ergibt 91,32 Euro Jahreskaltmiete. Geteilt durch 1.733 Euro Kaufpreis je Quadratmeter sind das 5,3 Prozent Bruttorendite. Bochum insgesamt liegt bei 4,5 Prozent. Günnigfeld liegt also klar darüber, aber unter Hofstede mit 6,5 Prozent.
Konkret an einer Wohnung mit 65 Quadratmetern: Kaufpreis rund 112.600 Euro, dazu 6,5 Prozent Grunderwerbsteuer in Nordrhein-Westfalen und rund zwei Prozent Notar und Grundbuch, macht etwa 122.200 Euro. Die Jahreskaltmiete beträgt rund 5.936 Euro. Nach Verwaltung, nicht umlegbaren Kosten und einer Rücklage von zehn Euro je Quadratmeter und Jahr bleiben grob 3,7 bis 4,2 Prozent netto auf den Gesamtaufwand.
Zwei Dinge machen Bochum für Vermieter angenehmer als viele Nachbarstädte. Die Stadt steht nicht in der Mieterschutzverordnung des Landes: keine Mietpreisbremse bei Neuvermietung, Kappungsgrenze 20 Prozent in drei Jahren statt 15, Kündigungssperrfrist nach Umwandlung drei Jahre statt acht. Und der qualifizierte Mietspiegel weist keine Wohnlagen mehr aus, sondern stellt auf Baualter, Größe und Ausstattung ab — was eine gut sanierte Wohnung in einfacher Lage besser stellt als früher.
Das größte Risiko bleibt der Mietausfall. Deshalb lieber zwei Wochen länger suchen als den erstbesten Bewerber nehmen. Ab sechs Monaten Leerstand ist eine Wohnung in Bochum ohnehin anzeigepflichtig.
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Wer Günnigfeld vergleicht, schaut meist auch auf Hordel mit der Gartenstadt Dahlhauser Heide, auf Wattenscheid-Mitte mit dem größeren Angebot und auf Leithe an der Grenze zu Essen.
Häufige Fragen zu Immobilien in Günnigfeld
Warum ist die Miete in Günnigfeld die niedrigste in Bochum?
Wie hoch ist die Rendite in Günnigfeld?
Was kostet ein Haus in Günnigfeld?
Wie kommst du von Günnigfeld aus in die Bochumer Innenstadt?
Was ist die Kolonie Hannover?
Lohnt sich eine Modernisierung vor der Vermietung?
Kurz zusammengefasst
Günnigfeld ist der günstigste Mietmarkt Bochums: 7,61 Euro je Quadratmeter, 1.733 Euro Kaufpreis für Wohnungen, Häuser ab knapp 2.000 Euro je Quadratmeter. Das macht daraus keinen schwachen Ortsteil, sondern den niedrigsten Einstieg der Stadt — mit 5,3 Prozent Bruttorendite und einer jungen Bevölkerung.
Die Kolonie Hannover, der Malakowturm und der Kruppwald geben dem Ortsteil ein Gesicht, das es in Bochum sonst nur in Hordel gibt. Was fehlt, ist die Schienenanbindung, und das gehört beim Verkauf offen auf den Tisch.
Wenn du wissen willst, wo dein Haus zwischen 1.997 und 3.436 Euro je Quadratmeter steht, klären wir das vor Ort. Kostenlos und unverbindlich.
Was ist deine Immobilie in Günnigfeld wert?
Wir sehen uns Zustand, Heizung und Lage im Ortsteil an und nennen dir eine Spanne, die im Verkauf auch trägt.
Christian Gottschling
Ob Verkauf, Vermietung oder Verwaltung in Guennigfeld: Ein kurzes Gespräch bringt dich meist weiter als eine Stunde Lesen. Auskunft kostet nichts, auch wenn daraus kein Auftrag wird.
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