Haus vermieten in Bochum

Haus vermieten in Bochum

Was ein Einfamilienhaus in Bochum an Miete bringt, welcher Haustyp sich rechnet und worauf du bei Betriebskosten, Garten und Übergabe achten musst.

56,8 %der Bochumer Wohngebäude sind Ein- oder Zweifamilienhäuser
9,31 €Median-Miete je m² ab 110 m² Wohnfläche
455.000 €Median-Angebotspreis Eigenheim in Bochum
3 JahreKündigungssperrfrist nach Umwandlung statt acht

Im Flur steht noch der Schuhschrank deiner Mutter. Das Haus in Weitmar ist seit sieben Monaten leer, verkaufen willst du es nicht — es hängt zu viel dran —, und irgendwann wird aus „ich kümmere mich“ ein Winter mit ungeheizten Räumen und feuchten Ecken. Ein Haus vermieten in Bochum ist dann fast immer die bessere Antwort als weiter warten.

Ein Haus zu vermieten ist etwas anderes, als eine Wohnung zu vermieten. Nicht schwieriger, aber an drei Stellen ganz anders: bei der Rendite, bei den Betriebskosten und bei der Rückgabe. Diese Seite geht diese drei Stellen durch und zeigt am Ende, was ins Übergabeprotokoll gehört — bei einem Haus deutlich mehr als bei einer Wohnung.

Zum Einstieg die Zahl, die den Unterschied ausmacht: 56,8 Prozent aller Bochumer Wohngebäude sind Ein- oder Zweifamilienhäuser, das sind rund 33.400 Gebäude. Zur Miete angeboten wird davon nur ein winziger Bruchteil. Wer ein Haus in Bochum vermietet, hat kaum Konkurrenz.

Was dir die Vermietung deines Hauses bringt

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Du bedienst einen Markt fast ohne Angebot

Familien, die in Bochum ein Haus mieten wollen, finden Monat für Monat nur eine Handvoll Angebote. Das verschafft dir Auswahl unter den Bewerbern statt Druck beim Preis.

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Du klärst Garten und Heizung vorher, nicht im Streit

Wer mäht, wer schneidet die Hecke, wer wartet die Therme, wer zahlt den Schornsteinfeger. Steht das im Vertrag, gibt es darüber nie wieder ein Gespräch.

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Du bekommst das Haus zurück, wie du es kennst

Zählerstände, Öltank, Fotos vom Garten, Zahl der Schlüssel. Bei einem Haus hängen an der Übergabe schnell fünfstellige Beträge — und die entscheiden sich an einem Blatt Papier.

Haus vermieten in Bochum: was es bringt und welcher Haustyp sich rechnet

Große Wohnflächen erzielen in Bochum einen Quadratmeterpreis von 9,31 € im Median, also über dem Stadtmedian von 8,76 €. Das liegt daran, dass große Einheiten im Schnitt jünger und besser ausgestattet sind. Für ein Haus ist das der brauchbarste Anhaltspunkt, weil die Stadt Bochum für Miethäuser keine eigenen Werte ausweist. Wie weit die Mieten zwischen den Stadtteilen auseinanderliegen, zeigen die Mietpreise für ganz Bochum.

Interessant wird es, wenn du diese Miete gegen den Kaufpreis des jeweiligen Haustyps stellst. Denn die Kaufpreise laufen in Bochum gerade auseinander: Freistehende Einfamilienhäuser haben zuletzt 2,1 Prozent verloren, Doppelhaushälften 4,0 Prozent und Reihenhäuser 4,7 Prozent gewonnen. Käufer weichen preisgetrieben in kleinere Objekte aus. Für dich als Vermieter dreht das die Renditerechnung um:

HaustypMedian-AngebotspreisWohnfläche im ModellMiete nettokalt im MonatBruttomietrendite
Freistehendes Einfamilienhaus569.000 €140 m²1.303 €2,7 %
Doppelhaushälfte415.000 €120 m²1.117 €3,2 %
Reihenhaus390.000 €110 m²1.024 €3,1 %
Eigenheim gesamt455.000 €130 m²1.210 €3,2 %

Quelle Kaufpreise und Mietwert: Stadt Bochum, Wohnungsmarktbarometer (empirica/VALUE), Median-Angebotspreise Eigenheime und Median-Angebotsmiete für Wohnungen ab 110 m² von 9,31 €/m², Beobachtungszeitraum 1.7.2024–30.6.2025. Die Wohnflächen sind Modellannahmen für den Typenvergleich; Miete und Rendite sind daraus gerechnet und ersetzen keine Bewertung des einzelnen Hauses.

Das freistehende Einfamilienhaus ist als Renditeobjekt das schwächste — es kostet am meisten und bringt je Quadratmeter nicht mehr. Das Reihenhaus dagegen bringt bei rund zwei Dritteln des Kaufpreises fast 80 Prozent der Miete. Wenn du die Wahl hast, welches von zwei geerbten Objekten du hältst und welches du verkaufst, ist das ein sehr klares Argument: Halte das Reihenhaus, prüfe beim freistehenden Haus ernsthaft den Verkauf der Immobilie in Bochum.

Der zweite Punkt aus der Tabelle: Rund 2,7 bis 3,2 Prozent Bruttorendite sind vor Kosten gerechnet. Bei einem Haus trägst du mehr davon selbst als bei einer Wohnung, weil dir das ganze Gebäude gehört — Dach, Fassade, Heizung, Leitungen, Grundstück. Ein realistischer Rücklagenansatz sind 1,50 € je Quadratmeter und Monat, bei 140 m² also 2.520 € im Jahr. Das drückt die Nettorendite beim freistehenden Haus schnell unter 2,5 Prozent. Brutto und netto trennst du am schnellsten mit dem Rechner für die Mietrendite.

Trotzdem sprechen zwei Dinge fürs Halten: Bochumer Häuser mit Baujahr ab 2000 liegen häufig über 500.000 €, während Objekte aus den 1950er Jahren und älter meist unter 350.000 € bleiben. Der Sanierungszustand entscheidet also über sehr viel Geld — und wer saniert und vermietet, hebt beides gleichzeitig. Und: Wer selbst genutzt hat und innerhalb der Zehnjahresfrist verkauft, verliert die Steuerfreiheit, sobald die Eigennutzung endet und das Haus vermietet wird. Ein Steuerberater ist hier den Termin wert.

Was dein Haus konkret an Miete bringt, rechnen wir mit Lage, Baujahr und Grundstück aus.

Betriebskosten beim Haus: was du umlegen darfst und was nicht

Bei einer Wohnung im Mehrfamilienhaus rechnet die Verwaltung ab. Bei einem Haus machst du das selbst — und dort entscheidet der Mietvertrag über vierstellige Beträge im Jahr.

Umlegbar sind, wenn es im Vertrag ausdrücklich vereinbart ist: Grundsteuer, Wasser und Abwasser, Heizung und Warmwasser, Müllgebühren, Straßenreinigung und Winterdienst, Schornsteinfeger, Gebäudeversicherung und Haftpflicht, Gartenpflege sowie die Wartung von Heizung und Rauchmeldern.

Nicht umlegbar sind: Instandhaltung und Instandsetzung jeder Art, also Dach, Fassade, Fenster, Leitungen und der Austausch der Heizung. Ebenso Verwaltungskosten und Reparaturen. Das ist der große Unterschied zwischen Wartung und Reparatur: Die jährliche Wartung der Therme darfst du umlegen, den Austausch des defekten Brenners nicht. Die vollständige Liste steht im Beitrag zu den umlagefähigen Betriebskosten.

Garten: die häufigste Streitfrage

Die Gartenpflege kannst du auf zwei Wegen regeln. Entweder du beauftragst eine Firma und legst die Kosten als Betriebskosten um — dann muss das im Vertrag stehen. Oder du überträgst dem Mieter die Pflege selbst; das ist bei einem Einfamilienhaus zulässig, wenn er den Garten allein nutzt. Dann schuldet er die einfachen Arbeiten: Rasen mähen, Unkraut jäten, Hecke in Form halten. Baumschnitt, Fällungen und die Erneuerung von Wegen bleiben bei dir. Formuliere das konkret. „Der Mieter pflegt den Garten“ führt spätestens im dritten Jahr zu einem Gespräch, das keiner führen will. Wie du solche Klauseln sauber formulierst, steht im Ratgeber Mietvertrag richtig aufsetzen.

Heizung und Energieausweis

65,4 Prozent der Bochumer Wohngebäude stammen aus der Zeit vor Baujahr 1970. In einem Haus dieses Alters ist die Heizung fast immer das teuerste offene Thema. Klär vor der Vermietung, wie lange die Anlage noch läuft — ein Austausch während eines laufenden Mietverhältnisses ist deutlich unangenehmer als davor. Der Energieausweis ist ohnehin Pflicht: Er muss spätestens bei der Besichtigung unaufgefordert vorliegen, seine Kennwerte gehören in jede Anzeige, und er gilt zehn Jahre.

Abrechnung, Garten und Wartung willst du nicht selbst im Blick behalten? Das übernimmt die Verwaltung für dich.

Zweifamilienhaus, Aufteilung, Eigenbedarf: die Bochumer Sonderlage

Hier hat Bochum einen Vorteil, den kaum ein Eigentümer kennt. Weil die Stadt nicht in der Mieterschutzverordnung NRW steht, gelten hier zwei Fristen, die anderswo im Land deutlich länger sind.

Kündigungssperrfrist nach Umwandlung: drei statt acht Jahre. Wenn du ein Zwei- oder Mehrfamilienhaus in Eigentumswohnungen aufteilst und eine vermietete Wohnung verkaufst, darf der Käufer wegen Eigenbedarfs erst nach Ablauf der Sperrfrist kündigen. In den Kommunen der Verordnung sind das acht Jahre. In Bochum sind es drei.

Kein Umwandlungsverbot nach § 250 BauGB. Die Aufteilung selbst braucht in Bochum keine Genehmigung nach dieser Vorschrift, weil es dafür keine entsprechende Landesverordnung für die Stadt gibt.

Was das praktisch heißt: Ein Zweifamilienhaus, das du heute komplett vermietest, kannst du in Bochum aufteilen und die Einheiten später einzeln verkaufen — mit einem Zeithorizont, der um fünf Jahre kürzer ist als in Dortmund. Zwei getrennt verkaufte Eigentumswohnungen bringen dabei fast immer mehr als dasselbe Haus als Ganzes. Der Status kann sich mit einer Neufassung der Verordnung ändern, deshalb lohnt sich eine Prüfung, bevor du planst.

Erleichterte Kündigung im Zweifamilienhaus

Noch eine Regel, die vielen entgeht: Wohnst du selbst in einem Gebäude mit nur zwei Wohnungen und vermietest die zweite, kannst du ohne berechtigtes Interesse kündigen — also ohne Eigenbedarf begründen zu müssen. Die Kündigungsfrist verlängert sich dafür um drei Monate. Das ist ein starkes Argument dafür, die Einliegerwohnung im Elternhaus zu vermieten, statt sie leer stehen zu lassen. Und Leerstand über sechs Monate ist in Bochum nach der Wohnraumschutzsatzung ohnehin anzeigepflichtig.

Du überlegst, aufzuteilen oder einzelne Einheiten zu verkaufen? Dann rechne beide Wege durch, bevor du planst.

Das Übergabeprotokoll: bei einem Haus doppelt so lang

Ein Übergabeprotokoll ist kein Formular für die Ablage. Es ist das einzige Dokument, mit dem du bei der Rückgabe belegen kannst, wie das Haus vorher aussah. Ohne Protokoll trägst du im Streitfall die Beweislast — und verlierst.

Nimm dir eine Stunde, geh mit dem Mieter durch und halte alles fest. Bei einem Haus gehören mehr Punkte hinein als bei einer Wohnung:

  • Zählerstände mit Zählernummer: Strom, Gas, Kaltwasser, Warmwasser, gegebenenfalls Wärmemengenzähler und ein separater Gartenwasserzähler. Immer Nummer und Stand notieren, nicht nur den Stand.
  • Öltank: Füllstand in Zentimetern oder Litern, Tankgröße, Datum der letzten Befüllung. Vereinbart, ob der Mieter den Restbestand übernimmt und zu welchem Preis. Das ist bei einem 3.000-Liter-Tank schnell ein vierstelliger Betrag.
  • Schlüssel: Haustür, Nebeneingang, Garage, Gartentor, Briefkasten, Keller — Anzahl je Schließung. Ein fehlender Schlüssel einer Schließanlage kann den Austausch der ganzen Anlage bedeuten.
  • Jeder Raum einzeln: Zustand von Boden, Wänden, Decke, Fenstern und Türen. Vorhandene Schäden ausdrücklich benennen — was nicht drinsteht, gilt später als vom Mieter verursacht oder eben nicht.
  • Technik: Heizung mit Baujahr und Wartungsdatum, Rauchmelder je Raum, Elektroverteilung, Warmwasserbereitung.
  • Außenbereich: Garten, Zaun, Terrasse, Carport, Gartenhaus, Bäume und größere Sträucher. Fotos vom Zustand des Gartens sind Gold wert, wenn nach fünf Jahren die Hecke drei Meter hoch ist.
  • Fotos: jeder Raum, jeder Zähler, jeder Schaden. Datiert, im Protokoll erwähnt, von beiden Seiten unterschrieben.

Beide unterschreiben, jeder bekommt eine Kopie. Dasselbe Protokoll holst du beim Auszug wieder heraus und gehst es Zeile für Zeile durch. Wenn du das nicht selbst machen willst, übernimmt die Mietverwaltung in Bochum Übergabe, Abrechnung und alles danach.

Wo in Bochum Häuser vermietet werden

Der Anteil der Ein- und Zweifamilienhäuser schwankt zwischen den Stadtteilen enorm — von 14,4 Prozent im Gleisdreieck bis 87,5 Prozent in Hordel. Wo viele Häuser stehen, gibt es auch Mieter, die eines suchen.

StadtteilAnteil Ein-/ZweifamilienhäuserMedian-Miete je m²Ø Wohnfläche je Wohnung
Hordel87,5 %8,00 €70,4 m²
Stiepel80,1 %10,38 €94,1 m²
Bergen/Hiltrop72,8 %7,28 €73,5 m²
Harpen/Rosenberg71,3 %7,54 €76,2 m²
Querenburg70,2 %8,00 €81,7 m²
Linden69,6 %8,67 €79,4 m²
Eppendorf67,8 %9,63 €79,5 m²
Höntrop65,0 %8,50 €78,7 m²
Dahlhausen64,3 %8,37 €77,1 m²
Weitmar-Mark62,0 %10,00 €79,7 m²
Bochum gesamt56,8 %8,76 €72,0 m²

Quelle: Stadt Bochum, Wohnungsmarktbarometer — Strukturdaten der 30 Ortsteile, Datenstand 31.12.2024, und Median-Angebotsmieten nettokalt (empirica/VALUE), Beobachtungszeitraum 1.7.2024–30.6.2025. Die Mietangaben beziehen sich auf alle Wohnungen des Ortsteils, nicht ausschließlich auf Häuser.

Stiepel ist der klare Ausreißer: 80 Prozent Häuser, 94,1 m² durchschnittliche Wohnfläche und mit 10,38 € je Quadratmeter die höchste Miete der Stadt. Wer dort ein Haus vermietet, bedient das obere Ende des Bochumer Marktes. In Hordel dagegen stehen zwar anteilig noch mehr Häuser, aber es sind Zechen- und Siedlungshäuser der Kruppschen Werkssiedlungen mit 8,00 € je Quadratmeter — solide, gefragt bei Familien, aber ein ganz anderes Preisniveau. Mehr zu beiden Lagen findest du unter Häuser in Stiepel vermieten und Hausvermietung in Hordel.

Eine Beobachtung aus der Vermarktung: Häuser in Bochum werden fast nie über den Preis vermietet, sondern über Garten, Stellplatz und Schulweg. Wer im Exposé den Weg zur Grundschule und die Buslinie nennt, bekommt spürbar andere Bewerber als jemand, der nur die Quadratmeter aufzählt. Wie aus vielen Anfragen der richtige Mieter wird, steht unter Mieter finden in Bochum.

Häufige Fragen zum Vermieten eines Hauses in Bochum

Wie viel Miete kann ich für ein Haus in Bochum verlangen?
Als Anhaltspunkt dient der Median für große Wohnflächen ab 110 m² von 9,31 € je Quadratmeter nettokalt. Bei 140 m² sind das rund 1.300 € im Monat. Nach oben und unten verschieben Stadtteil, Baujahr, Grundstücksgröße, Stellplatz und Energieeffizienz diese Zahl deutlich. Amtliche Mietwerte speziell für Häuser weist die Stadt Bochum nicht aus. Einen ersten Wert rechnest du mit dem Rechner für den Mietwert selbst aus.
Lohnt sich Vermieten oder Verkaufen bei einem Bochumer Haus?
Beim freistehenden Einfamilienhaus liegt die Bruttomietrendite im Modell bei rund 2,7 Prozent, beim Reihenhaus bei rund 3,1 und bei der Doppelhaushälfte bei rund 3,2 Prozent. Freistehende Häuser haben zuletzt an Wert verloren, Reihenhäuser und Doppelhaushälften gewonnen. Wer zwischen zwei Objekten wählen muss, hält meist besser das kleinere und verkauft das große. Was dein Haus beim Verkauf bringt, zeigt die Seite Haus verkaufen in Bochum.
Darf ich dem Mieter die Gartenpflege übertragen?
Ja, wenn er den Garten allein nutzt und die Regelung im Vertrag konkret formuliert ist. Der Mieter schuldet dann die einfachen Arbeiten: Rasen mähen, Unkraut jäten, Hecke in Form halten. Baumschnitt, Fällungen und die Erneuerung von Wegen oder Zäunen bleiben bei dir. Alternativ beauftragst du eine Firma und legst die Kosten als Betriebskosten um — auch das muss im Vertrag stehen.
Wer zahlt die neue Heizung im vermieteten Haus?
Du. Der Austausch einer Heizungsanlage ist Instandsetzung und nicht umlagefähig. Umlegen darfst du nur die laufende Wartung und den Schornsteinfeger. Führt der Austausch zu einer nachhaltigen Energieeinsparung, kommt eine Modernisierungsumlage in Betracht. Die Stadt Bochum fördert Modernisierungen über ein kommunales Programm mit Zuschüssen von bis zu 50.000 €.
Wie lange ist die Kündigungssperrfrist in Bochum nach einer Umwandlung?
Drei Jahre. Bochum steht nicht in der Mieterschutzverordnung NRW, deshalb gilt hier die gesetzliche Regelsperrfrist des § 577a BGB und nicht die verlängerte Frist von acht Jahren. Ein Umwandlungsverbot nach § 250 BauGB gilt in Bochum ebenfalls nicht. Wer ein Zwei- oder Mehrfamilienhaus aufteilen und die Einheiten einzeln verkaufen will, ist damit rund fünf Jahre früher handlungsfähig als in Dortmund.
Was gehört bei einem Haus ins Übergabeprotokoll?
Alle Zählerstände mit Zählernummer für Strom, Gas, Kalt- und Warmwasser, gegebenenfalls Wärmemengen- und Gartenwasserzähler. Dazu der Füllstand des Öltanks mit Vereinbarung über die Übernahme, die Anzahl aller Schlüssel je Schließung, der Zustand jedes Raums, Heizung mit Wartungsdatum, Rauchmelder und der komplette Außenbereich mit Garten, Zaun und Bäumen. Fotos von jedem Raum und jedem Zähler gehören dazu.
Kann ich die Einliegerwohnung in meinem Haus leichter kündigen?
Wenn du selbst in einem Gebäude mit nur zwei Wohnungen wohnst und die zweite vermietest, kannst du nach § 573a BGB ohne berechtigtes Interesse kündigen, also ohne Eigenbedarf begründen zu müssen. Die Kündigungsfrist verlängert sich dafür um drei Monate. Das macht die Vermietung einer Einliegerwohnung deutlich risikoärmer als viele denken.

Kurz zusammengefasst

Häuser machen 56,8 Prozent des Bochumer Gebäudebestands aus, kommen aber kaum je auf den Mietmarkt. Wer eines vermietet, hat wenig Konkurrenz und viel Auswahl bei den Bewerbern.

Rechnerisch ist das Reihenhaus der stärkere Vermietungsfall und das freistehende Einfamilienhaus der schwächste. Die Rendite entscheidet sich danach an den Betriebskosten: Was nicht ausdrücklich im Vertrag umgelegt ist, zahlst du selbst.

Zwei Bochumer Sonderregeln helfen dir: drei statt acht Jahre Kündigungssperrfrist nach einer Umwandlung und kein Umwandlungsverbot. Und die Stunde für ein sauberes Übergabeprotokoll mit allen Zählerständen ist die am besten bezahlte Stunde der ganzen Vermietung.

Was trägt dein Haus in Bochum an Miete?

Du bekommst eine Zahl für dein Haus — mit Lage, Baujahr, Grundstück und Energieausweis gerechnet, nicht aus einer Tabelle.

Christian Gottschling im dunkelblauen Anzug in einem Büro mit Glaswänden
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Christian Gottschling

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Geschäftsführer der GOTTSCHLING Immobilien GmbH · Termine bei dir vor Ort in Bochum

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