Bochum-Süd · Statistischer Bezirk 54

Immobilienmakler in Bochum-Stiepel

Von der Ministerstraße auf 196 Metern bis hinunter in die Ruhrauen auf 70 Meter: In keinem anderen Bochumer Stadtteil entscheidet die Höhenlinie so direkt über den Wert eines Hauses. Stiepel ist die teuerste Wohnlage der Stadt — und der Markt, in dem eine falsche Bewertung am meisten Geld kostet.

10,38 €Median-Angebotsmiete je m² — höchster Wert aller 30 Ortsteile
44 %Eigentumsquote — die höchste in ganz Bochum
80,1 %der Wohngebäude sind Ein- oder Zweifamilienhäuser
94,1 m²durchschnittliche Wohnungsgröße — größte der Stadt

Was Immobilien in Stiepel kosten

Stiepel ist der flächengrößte Ortsteil Bochums und zugleich der mit den wenigsten Wohnungen je Quadratkilometer: 6.070 Wohneinheiten auf 12,5 km². Das erklärt fast alles, was hier am Markt passiert — wenig Angebot, viel Nachfrage, hohe Preise.

KennzahlStiepelBochum gesamt
Angebotsmiete, Median nettokalt10,38 €/m²8,76 €/m²
Eigentumswohnung, Median Angebotspreis3.400 €/m²2.318 €/m²
Haus, Angebotsspanne einfache bis gute Lage3.006–4.766 €/m²Median Eigenheim 455.000 €
Haus, Median Angebotspreis3.699 €/m²–
Eigentumsquote44 %rund 25 %
Gebäude vor Baujahr 197046,1 %65 %
Geförderte Wohnungen0,4 %–
Wohnfläche je Wohnung94,1 m²–

Quelle: Stadt Bochum, Wohnungsmarktbarometer 2025, Anhang Strukturdaten der 30 Ortsteile (Datenstand 31.12.2024, Preisbeobachtung 1.7.2024–30.6.2025, veröffentlicht 19.12.2025). Portalvergleich: immoportal.com, Eigentumswohnung 3.173 €/m², Mietspanne 9,56–12,68 €/m², Stand 09/2026.

Zwei Zahlen aus der Tabelle verdienen einen zweiten Blick. Erstens: Nur 46,1 Prozent der Gebäude stammen aus der Zeit vor Baujahr 1970 — der niedrigste Altbauanteil Bochums, wo stadtweit 65 Prozent älter sind. Stiepel ist also nicht nur teuer, sondern auch jung gebaut. Das senkt das Sanierungsrisiko und ist ein Argument, das viele Verkäufer im Gespräch gar nicht erwähnen, obwohl es bares Geld wert ist.

Zweitens: Die Hausspanne reicht von 3.006 bis 4.766 Euro je Quadratmeter. Bei 180 Quadratmetern Wohnfläche sind das 541.000 bis 858.000 Euro — über 300.000 Euro Unterschied durch Lage, Grundstück, Zustand und Ausblick. In diesem Markt ist die Bewertung keine Vorstufe zum Verkauf. Sie ist der Verkauf.

So wohnt es sich in Stiepel

Stiepel fühlt sich nicht an wie eine Großstadt. 11.172 Menschen leben hier auf 12,5 Quadratkilometern. Zwischen den Wohnstraßen liegen Felder, Waldstücke und die Ruhrauen. Wer zum ersten Mal herkommt, hält Stiepel für ein Dorf am Fluss, das versehentlich zu Bochum gehört. Mittendrin steht die Stiepeler Dorfkirche mit ihrem Bruchsteinturm, der Mittelpunkt des alten Dorfes.

Turm der Stiepeler Dorfkirche aus Bruchstein mit spitzem Helm zwischen hohen Bäumen in Bochum-Stiepel
Die Stiepeler Dorfkirche mit ihrem Bruchsteinturm: Käufer nennen sie oft als Grund, warum sie gerade in Stiepel suchen. Foto: Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Bebauung: 80 Prozent Ein- und Zweifamilienhäuser

Von 2.970 Wohngebäuden sind 2.380 Ein- oder Zweifamilienhäuser. Nur 590 Mehrfamilienhäuser gibt es, davon 30 mit zehn Wohnungen oder mehr. Freistehende Häuser auf großen Grundstücken prägen das Bild, dazu Bungalows der Sechziger und Siebziger, Architektenhäuser am Hang und einzelne Villen. 10,4 Prozent der Gebäude sind ab Baujahr 2000 entstanden — für Bochum ein hoher Wert.

Die Wohnungen sind die größten der Stadt: 94,1 Quadratmeter im Schnitt, 51,1 Quadratmeter je Person. In Werne sind es 65,7 Quadratmeter. Wer in Stiepel wohnt, hat Platz — und wenn die Kinder aus sind, oft zu viel davon. Der Altenquotient von 73,6 beschreibt genau diese Situation.

Die Höhenlage entscheidet mit

Zwischen 70 und 196 Metern über dem Meer liegen die Stiepeler Adressen, der höchste Punkt Bochums an der Ministerstraße. Diese Höhenunterschiede sind ein handfester Preisfaktor. Ein Haus in Hanglage mit freiem Blick über das Ruhrtal liegt deutlich über dem Ortsteilmedian. Dasselbe Haus ohne Blick, dafür mit steiler Zufahrt und dreißig Stufen zur Haustür, verliert bei Käufern über 60 spürbar — sie denken beim ersten Besuch schon an das zehnte Jahr.

Dorfkirche, Kloster, Kemnader See

Die Stiepeler Dorfkirche geht auf die Zeit um 1008 zurück und birgt romanische Wandmalereien, die weit über Bochum hinaus bekannt sind. Ein paar Minuten entfernt liegt das Zisterzienserkloster Stiepel, ein Wallfahrtsort mit regem Besuch. Diese beiden Bauten geben dem Stadtteil eine Identität, die in Verkaufsgesprächen tatsächlich vorkommt — Käufer nennen die Dorfkirche als Grund, warum sie ausgerechnet hier suchen.

Der zweite Anziehungspunkt ist der Kemnader See mit seinem Freizeitband: Rundweg, Segeln, Rudern, Gastronomie. Dazu die Ruhrauen und der Ruhrtalradweg, über den du ohne Autoverkehr bis nach Witten oder Hattingen fährst. Ein Golfplatz gehört ebenfalls zum Stadtteil. Freizeit vor der Tür ist hier ein Preisbestandteil.

Einkaufen, Schule, Alltag

Der Alltag in Stiepel ist ländlicher, als viele erwarten. Es gibt Nahversorger, Bäcker, Ärzte und Apotheke, aber kein Einkaufszentrum und keine Fußgängerzone. Für den großen Einkauf fährst du nach Weitmar, Querenburg oder in die Innenstadt. Grundschulkinder haben kurze Wege, ab der weiterführenden Schule gehört die Busfahrt zum Alltag: Die Linien 350, 354 und 358 fahren Richtung Bochum-Zentrum, Weitmar und Witten-Heven. Familien fragen danach fast immer zuerst — wer verkauft, sollte die Fahrzeiten kennen und offen benennen.

Kein Gleis, aber die A43

Stiepel hat keine Schienenanbindung. Keine S-Bahn, keine Straßenbahn, keine U-Bahn. Das ist die ehrlichste Aussage über diesen Stadtteil: Ohne Auto ist er mühsam, die meisten Haushalte fahren zwei. Dafür liegt die A43 mit der Anschlussstelle Bochum-Querenburg/Witten-Heven nah, und über sie bist du schnell auf der A44 Richtung Dortmund oder auf der A40. Die Ruhr-Universität ist mit dem Auto in wenigen Minuten erreicht, was Stiepel für Professorinnen, Ärzte und Klinikpersonal so attraktiv macht.

Gut zu wissenDer geförderte Wohnungsbestand liegt bei 0,4 Prozent — der niedrigste Wert Bochums. Für dich als Eigentümer heißt das: Der Mietmarkt hier ist winzig. Wer hier eine Wohnung sucht, findet fast nichts — was die Miete von 10,38 Euro je Quadratmeter erklärt.

Wer hier kauft

Der Käuferkreis in Stiepel ist klein, kaufkräftig und geduldig. Wer hier sucht, sucht oft zwei Jahre — und schlägt dann innerhalb einer Woche zu, wenn das Richtige kommt.

Die erste Gruppe sind Familien mit hohem Doppeleinkommen, häufig aus Medizin, Wissenschaft oder Selbstständigkeit. Ihr Budget beginnt bei 600.000 Euro. Sie wollen ein Grundstück ab 600 Quadratmetern, mindestens vier Schlafzimmer und einen Garten, in dem ein Trampolin nicht die halbe Fläche einnimmt. Was sie ablehnen: ungeklärten Sanierungsbedarf. In dieser Preisklasse kommt fast immer ein Gutachter mit, und der findet, was zu finden ist.

Die zweite Gruppe kommt aus dem Umfeld der Ruhr-Universität und der Kliniken: kurze Fahrzeit, Ruhe zum Arbeiten. Diese Käufer nehmen auch Bungalows und kleinere Häuser aus den Siebzigern, wenn Substanz und Grundstück stimmen.

Die dritte Gruppe sind Zuzügler aus dem Rheinland, die in Bochum arbeiten oder ins Ruhrgebiet zurückkehren. Für sie ist Stiepel bei 3.699 Euro je Quadratmeter im Median noch günstig — dieselbe Lagequalität kostet am Rhein ein Vielfaches. Diese Käufer entscheiden schnell, verlangen aber vollständige Unterlagen.

Kaum eine Rolle spielt der klassische Kapitalanleger: Bei 3.400 Euro je Quadratmeter und nur 590 Mehrfamilienhäusern im Ortsteil ist das Segment zu dünn und die Rendite zu niedrig. Wer hier kauft, zieht selbst ein.

Wer hier mietet

56 Prozent der Stiepeler wohnen zur Miete — stadtweit sind es 75 Prozent. Der Mietmarkt ist damit der kleinste unter Bochums großen Ortsteilen, und genau deshalb der teuerste: 10,38 Euro je Quadratmeter im Median, in guter Lage bis 12,68 Euro. Auf eine gut geschnittene Wohnung mit Balkon und Blick melden sich hier innerhalb weniger Tage dutzende Interessenten.

Wer mietet hier? Ärztinnen und Ärzte in der Facharztausbildung. Gastwissenschaftler der Ruhr-Universität. Familien, die bauen und für die Bauzeit in der Nähe bleiben wollen. Ältere Eigentümer, die ihr großes Haus verkauft haben und im Stadtteil bleiben möchten, jetzt aber ebenerdig. Und Führungskräfte, die für zwei oder drei Jahre ins Ruhrgebiet entsandt werden.

Diese Mieter sind zahlungsfähig, anspruchsvoll und selten lange da. Für dich heißt das: hohe Miete, geringes Ausfallrisiko, dafür mehr Wechsel als in einem klassischen Mietshaus. Ein Haus, das für drei Jahre an eine Familie auf Zeit geht, rechnet sich trotzdem gut — wenn Vertrag, Übergabe und Rückgabe sauber geregelt sind.

Vermietete Einfamilienhäuser sind hier eine eigene Kategorie. Bei Häusern von 160 bis 220 Quadratmetern liegen die Monatsmieten schnell bei 1.600 bis 2.400 Euro kalt. Der Kreis, der das zahlen kann, ist überschaubar. Ihn zu finden ist Arbeit, keine Anzeige.

In Stiepel verkaufen: hier hängt am meisten am Preis

Der häufigste Verkaufsanlass in Stiepel ist keine Not, sondern das Haus, das zu groß geworden ist. Die Kinder sind lange aus, der Garten wird zur Last, die Treppe zum Thema. Dafür steht der Altenquotient von 73,6. So kommen jedes Jahr Häuser auf den Markt, die drei Jahrzehnte in derselben Hand waren — und deren Eigentümer nicht wissen, was heute dafür bezahlt wird.

Der Preis: warum die Spanne so weit ist

3.006 bis 4.766 Euro je Quadratmeter Angebotspreis heißt in Zahlen: Zwei Häuser mit derselben Wohnfläche können sich um mehr als 300.000 Euro unterscheiden. Verantwortlich sind vier Dinge. Der Blick — freie Sicht ins Ruhrtal ist in Stiepel ein eigener Preisbestandteil. Das Grundstück — Zuschnitt, Ausrichtung, Hangneigung, Baumbestand. Der energetische Zustand — bei Häusern aus den Sechzigern und Siebzigern ist die Frage nach Heizung, Dämmung und Fenstern der Kern jeder Verhandlung. Und die Erreichbarkeit — je steiler die Zufahrt, desto kleiner der Käuferkreis.

Was sich vor dem Verkauf lohnt und was nicht

Eine neue Küche holst du auch in Stiepel selten wieder rein. Eine komplette energetische Sanierung kurz vor dem Verkauf ebenfalls nicht — der Käufer will sie ohnehin nach seinem Geschmack machen. Was sich rechnet: den Garten in Form bringen, das Haus entrümpeln, Fenster putzen lassen, alle Unterlagen zu Heizung, Dach und Elektrik zusammenstellen. Und den Blick freischneiden, wenn er von Bewuchs verdeckt ist — dafür kommt der Gärtner aus dem Handwerkernetzwerk kurzfristig, und aus zwei Tagen Arbeit wird ein Argument, das in jedem Exposéfoto steht.

Diskretion und die Nachbarschaft

In einem Stadtteil, in dem sich viele Eigentümer vom Sehen kennen, will kaum jemand ein Schild im Vorgarten. Ein Verkauf über einen vorgemerkten Käuferkreis ohne öffentliche Anzeige ist hier realistisch, weil die Nachfrage das Angebot deutlich übersteigt. Aus über 400 verkauften Immobilien wissen wir, wann ein diskreter Verkauf trotzdem den vollen Wert bringt. Dein Vorteil: Du bestimmst, wer dein Haus überhaupt zu sehen bekommt. Mehr dazu steht unter Haus verkaufen in Stiepel und Wohnung verkaufen in Stiepel. Die Immobilienbewertung für Stiepel ist kostenlos und der richtige erste Schritt, auch wenn du noch gar nicht sicher bist.

Vermieten in Stiepel: die Alternative zum Verkauf

Viele Eigentümer in Stiepel stehen vor derselben Frage: verkaufen oder vermieten? Das Haus ist abbezahlt, die Kinder wollen es nicht, aber es aus der Familie zu geben fällt schwer. Bei einer Miete von 10,38 Euro je Quadratmeter im Median ist Vermieten hier eine ernsthafte Option — anders als in Stadtteilen, wo die Miete die Instandhaltung kaum trägt.

Die Rechnung ist schnell gemacht. Ein Haus mit 170 Quadratmetern bringt bei 10,38 Euro rund 1.765 Euro Kaltmiete im Monat, gut 21.000 Euro im Jahr. Davon gehen Instandhaltung, Verwaltung und nicht umlagefähige Kosten ab. Was bleibt, vergleichst du mit dem Ertrag des angelegten Verkaufserlöses. Schreib das einmal ehrlich auf — es fällt oft anders aus als das Bauchgefühl.

Vier Dinge zählen beim Vermieten eines Hauses dieser Kategorie: ein Vertrag, der Schönheitsreparaturen und Gartenpflege sauber regelt, ein Übergabeprotokoll mit Fotos von jedem Raum, eine getrennt angelegte Kaution und eine echte Bewerberprüfung. Der Grund für den letzten Punkt: Bei 1.700 Euro Kaltmiete kostet ein Ausfall über vier Monate fast 7.000 Euro. Aus über 1.000 vermieteten Objekten kennen wir die Warnzeichen in Unterlagen, die auf den ersten Blick perfekt aussehen.

Die Einzelheiten stehen unter Haus vermieten in Stiepel und Wohnung vermieten in Stiepel. Wenn du das Objekt behalten, dich aber nicht darum kümmern willst, übernimmt die Mietverwaltung für Stiepel Abrechnung, Handwerkerkoordination und den gesamten Mieterkontakt.

Gut zu wissenBochum steht nicht in der Mieterschutzverordnung NRW. Es gilt keine Mietpreisbremse, die Kappungsgrenze liegt bei 20 statt 15 Prozent in drei Jahren, und nach einer Umwandlung in Eigentumswohnungen beträgt die Kündigungssperrfrist drei statt acht Jahre. Bei der Neuvermietung eines Hauses in Stiepel bildest du den Preis also frei am Markt.

Alle Seiten zu Stiepel und zur Nachbarschaft

Alle Zahlen auf diesen Seiten beziehen sich auf Stiepel, nicht auf Bochum insgesamt.

Östlich grenzt Querenburg mit der Ruhr-Universität und dem größten Mietwohnungsbestand der Stadt an. Nordwestlich liegt Weitmar-Mark, die zweite klassische Villenlage im Bochumer Süden. Nördlich schließt Wiemelhausen an, wo Eigentumswohnungen die höchsten Quadratmeterpreise der Stadt erzielen.

Häufige Fragen zu Immobilien in Stiepel

Warum ist Stiepel die teuerste Wohnlage Bochums?
Weil hier drei Dinge zusammenkommen: sehr wenig Angebot bei 6.070 Wohneinheiten auf 12,5 Quadratkilometern, ein junger Bestand mit nur 46,1 Prozent Häusern vor Baujahr 1970, und Lagequalitäten wie Kemnader See, Ruhrauen und Blick ins Ruhrtal. Dazu eine Eigentumsquote von 44 Prozent — hier wird gewohnt, nicht gehandelt.
Wie stark wirkt sich die fehlende Bahnanbindung aus?
Sie kostet Stiepel keinen Preis, weil die Zielgruppe ohnehin mit dem Auto fährt. Spürbar wird sie an zwei Stellen: bei Familien mit Kindern in weiterführenden Schulen, die täglich Bus fahren, und bei älteren Verkäufern, deren Käufer die Frage nach dem Alltag ohne Auto stellen. Die Buslinien 350, 354 und 358 decken die Hauptrichtungen ab, die A43 liegt mit der Anschlussstelle Bochum-Querenburg/Witten-Heven nah.
Wie lange dauert ein Hausverkauf in Stiepel?
Bei realistischem Preis und guter Vorbereitung meist kürzer als im Rest der Stadt, weil vorgemerkte Käufer warten. Zwischen Bewertung und Notartermin liegen oft acht bis zwölf Wochen. Länger dauert es bei Objekten mit Besonderheiten: sehr steile Grundstücke, ungeklärte Wegerechte, große Häuser mit erheblichem Sanierungsstau oder Preisvorstellungen deutlich über dem oberen Rand der Spanne.
Was ist ein Haus mit Ruhrblick mehr wert?
Eine feste Prozentzahl gibt es nicht, weil der Blick von Ausrichtung, Bewuchs und Nachbarbebauung abhängt. In der Praxis erklärt er einen guten Teil des Abstands zwischen dem Median von 3.699 Euro und dem oberen Rand von 4.766 Euro je Quadratmeter. Wichtig ist die Absicherung: Ein Blick, der durch eine mögliche Nachbarbebauung verschwinden kann, wird von Käufern abgewertet.
Soll ich mein großes Haus in Stiepel verkaufen oder vermieten?
Rechne beides einmal durch, statt aus dem Bauch zu entscheiden. Für das Vermieten spricht die hohe Miete von 10,38 Euro je Quadratmeter im Median und dass die Immobilie in der Familie bleibt. Dagegen sprechen Instandhaltung bei großen Objekten, Fluktuation und die Bindung von Kapital. Für den Verkauf spricht der aktuell sehr enge Markt mit wartenden Käufern. Eine kostenlose Bewertung liefert die Zahl, die in beiden Rechnungen fehlt.
Gibt es in Stiepel überhaupt Eigentumswohnungen?
Ja, aber wenige. Nur 590 der 2.970 Wohngebäude sind Mehrfamilienhäuser, davon lediglich 30 mit zehn Wohnungen oder mehr. Wenn eine gute Wohnung mit Aufzug, Terrasse oder Balkon auf den Markt kommt, findet sie meist sehr schnell einen Käufer — häufig aus dem Stadtteil selbst, von Eigentümern, die ihr Haus abgeben und in Stiepel bleiben wollen. Der Median liegt bei 3.400 Euro je Quadratmeter.

Kurz zusammengefasst

Stiepel ist Bochums teuerste Wohnlage: 10,38 Euro Median-Miete, 3.400 Euro je Quadratmeter für Eigentumswohnungen, 3.699 Euro im Median für Häuser und eine Eigentumsquote von 44 Prozent. Getragen wird das von einem knappen Angebot, einem für Bochum jungen Gebäudebestand und Lagequalitäten von der Dorfkirche über die Ruhrauen bis zum Kemnader See. Der Preis eines Hauses schwankt hier zwischen 3.006 und 4.766 Euro je Quadratmeter — bei 180 Quadratmetern über 300.000 Euro Unterschied. Wer verkauft, entscheidet mit der Bewertung über den größten Einzelbetrag seines Lebens. Wer vermieten will, hat in Stiepel eine echte Alternative zum Verkauf, weil die Miete die Kosten trägt.

Was ist dein Haus in Stiepel wert?

Du bekommst eine Einschätzung, die zwischen Hanglage, Blick, Grundstück und Baujahr unterscheidet — kostenlos, unverbindlich und auf Wunsch ohne dass jemand im Stadtteil davon erfährt.

Christian Gottschling erklärt mit beiden Händen etwas auf einer Bühne mit blauem Licht
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