Stadtteil Hofstede · Bochum-Mitte

Immobilienmakler in Bochum-Hofstede

1.611 Euro je Quadratmeter: Günstiger als in Hofstede wird eine Eigentumswohnung in Bochum nirgends angeboten. Die Miete liegt trotzdem fast auf Stadtniveau. Was diese Lücke für dich bedeutet, wenn du hier verkaufst, vermietest oder kaufst.

1.611 €je m² Eigentumswohnung – niedrigster Wert aller 30 Ortsteile
8,70 €Median-Miete je m², Stadtmedian 8,76 €
6,5 %Bruttorendite aus diesen beiden Zahlen
51,4 %Ein- und Zweifamilienhäuser am Gebäudebestand

1.611 Euro je Quadratmeter. Das ist der niedrigste Angebotspreis für Eigentumswohnungen, den das Wohnungsmarktbarometer der Stadt für einen Bochumer Ortsteil ausweist. Der Stadtmedian liegt bei 2.318 Euro. In Hofstede kaufst du eine Wohnung also für rund 30 Prozent weniger als im Bochumer Durchschnitt.

Jetzt kommt die Zahl, die den Stadtteil eigentlich erklärt: Die Median-Miete liegt bei 8,70 Euro je Quadratmeter. Der Stadtmedian sind 8,76 Euro. Der Abstand beträgt sechs Cent. Mieter zahlen in Hofstede also fast so viel wie überall in Bochum, Käufer zahlen ein Drittel weniger. Das ist keine Kuriosität, sondern der Grund, warum hier Kapitalanleger unterwegs sind, die sonst nach Herne oder Gelsenkirchen ausweichen.

Hofstede ist deswegen kein billiger Stadtteil, sondern ein unterbewerteter. Hier wohnen 10.341 Menschen in 5.450 Wohnungen, es gibt ein eigenes Einkaufszentrum, eine Autobahnauffahrt vor der Tür und die U35 in die Innenstadt. Was fehlt, ist die Aufmerksamkeit von außen — und genau das hält den Preis unten. Als Immobilienmakler in Bochum-Hofstede arbeitest du deshalb weniger mit Statistik und mehr mit dem, was in der einzelnen Straße wirklich gezahlt wird.

Immobilienpreise in Hofstede im Vergleich zu Bochum

KennzahlHofstedeBochum gesamt
Angebotsmiete nettokalt je m² (Median)8,70 €8,76 €
Eigentumswohnung je m² (Median Angebot)1.611 €2.318 €
Haus je m², Spanne einfache bis gute Lage2.076–3.495 €455.000 € Median je Eigenheim
Wohnfläche je Wohnung66,9 m²rund 74 m²
Eigentumsquote20 %rund 25 %
Wohngebäude vor Baujahr 197071,1 %65 %

Quelle: Stadt Bochum, Wohnungsmarktbarometer 2025, Anhang Strukturdaten der 30 Ortsteile (Datenstand 31.12.2024, Angebotspreise 1.7.2024–30.6.2025, veröffentlicht 19.12.2025); ergänzend immoportal.com, Immobilienpreise Bochum-Hofstede, Stand 09/2026 (Portalwert Eigentumswohnung 2.083 €/m², Haus-Median 2.728 €/m², Mietspanne 7,92–10,37 €/m²).

Zwei Zahlen, ein ObjektDas amtliche Barometer nennt 1.611 Euro, ein großes Portal 2.083 Euro je Quadratmeter. Beide stimmen. Der amtliche Median bildet ab, was in Hofstede tatsächlich inseriert wird, und das sind viele kleine, unsanierte Wohnungen in Zeilenbauten. Das Portal rechnet den Bestand hoch. Wenn du eine sanierte Wohnung besitzt, ist 1.611 Euro der falsche Anker für deinen Preis.

So wohnt es sich in Hofstede

Zeche Hannibal, Siedlung, Zeilenbau, Reihenhaus

Hofstede ist um eine Zeche herum gewachsen. Hannibal förderte hier Kohle, und die Belegschaft wohnte gleich nebenan. Die Zechensiedlungen stehen noch, dazwischen kamen später die schlichten Zeilenbauten der Nachkriegszeit und ganze Straßen mit Reihenhäusern. Auf 3,24 Quadratkilometern zählt der Stadtteil 1.490 Wohngebäude, davon 760 Ein- und Zweifamilienhäuser und 720 Mehrfamilienhäuser. Nur 50 Gebäude haben zehn Wohnungen oder mehr. Große anonyme Blocks sind hier die Ausnahme.

Die Mischung ist ungewöhnlich ausgewogen: gut die Hälfte Häuser, gut die Hälfte Wohnungen. In Hamme nebenan liegt der Einfamilienhausanteil bei 29,1 Prozent, in Hofstede bei 51,4. Du kannst hier also beides kaufen — ein Reihenhaus mit Garten oder eine Etagenwohnung — und beides in derselben Preisklasse.

Baujahre und was sie kosten

71,1 Prozent der Wohngebäude stammen aus der Zeit vor 1970, nur 4,7 Prozent sind nach der Jahrtausendwende entstanden. Bei einem Siedlungshaus aus den Fünfzigern heißt das: einfach verglaste Fenster sind längst getauscht, aber Dach, Elektrik und Heizung sind die Punkte, an denen jede Verhandlung hängt. Die durchschnittliche Wohnung misst 66,9 Quadratmeter — kompakt, aber sechs Quadratmeter mehr als in Hamme.

Hannibal-Center, Bauhaus, Kaufland

Wenige Stadtteile in Bochum sind so gut versorgt. Das Hannibal-Einkaufszentrum liegt mitten im Ort, und entlang der Hofsteder Straße reihen sich die Fachmärkte: Bauhaus, Media Markt, Kaufland. Wer aus Riemke oder Grumme kommt, kauft hier ein. Für Familien mit Auto ist das ein echtes Argument, für ältere Mieter ohne Auto auch, weil alles im Ort liegt und nicht am Stadtrand.

U35, A40 und der Lärm, über den keiner spricht

Die U35 hält an der Zeche Constantin und am Riemke Markt an der Stadtteilgrenze und bringt dich ohne Umsteigen zum Hauptbahnhof und weiter zur Ruhr-Universität. Der BOGESTRA-Betriebshof der U35 liegt im Stadtteil. Dazu kommen die Straßenbahnlinie 306 sowie Herner und Dorstener Straße als Hauptachsen.

Die A40 verläuft unmittelbar am Stadtteil. Das ist ein Vorteil, wenn du nach Essen oder Dortmund pendelst, und ein Thema, wenn dein Objekt in der ersten Reihe dazu steht. Sei bei einem solchen Haus in der Vermarktung offen damit. Käufer hören die Autobahn spätestens bei der zweiten Besichtigung, und wer sie vorher benennt und dabei sagt, welche Fenster verbaut sind, verliert weniger Preis als jemand, der hofft, dass es keiner merkt. An der Stadtteilgrenze steht außerdem die Autobahnkirche, die Fahrer direkt von der A40 holt.

Wer in Hofstede kauft

Die stärkste Gruppe sind Käufer, die rechnen können. Ein Kapitalanleger, der Bochum systematisch durchgeht, landet früher oder später in Hofstede, weil hier die beste Kombination aus Kaufpreis und Miete steht. Er fragt nach Mietaufstellung, Hausgeld, Rücklage und dem Zustand von Dach und Heizung. Fotos interessieren ihn wenig.

Die zweite Gruppe sind Selbstnutzer mit begrenztem Budget, oft Familien aus dem Bochumer Norden. Für sie ist ein Reihenhaus in Hofstede der Punkt, an dem Eigentum überhaupt erreichbar wird. Bei einem Median von 2.728 Euro je Quadratmeter kostet ein Haus mit 110 Quadratmetern rund 300.000 Euro. In Stiepel oder Weitmar-Mark ist das die Anzahlung.

Die dritte Gruppe wird oft übersehen: Menschen, die schon in Hofstede wohnen. Bei einer Eigentumsquote von 20 Prozent gibt es viele langjährige Mieter, die irgendwann kaufen wollen und dabei im Stadtteil bleiben, weil Familie, Schule und Arbeit hier sind. Wenn du eine vermietete Wohnung verkaufst, lohnt sich vor der Anzeige ein Gespräch mit dem Mieter. Manchmal steht der Käufer schon in der Wohnung.

Was alle drei prüfen: die Nähe zur A40 und den Sanierungsstand. Wie du Rendite, Finanzierung und Steuern zusammenrechnest, steht auf der Seite zur Kapitalanlage in Bochum.

Wer in Hofstede mietet

5.420 Haushalte, 1,88 Personen je Haushalt, Altenquotient 46,9: Hofstede ist ein Stadtteil, in dem viele Menschen alt geworden sind und geblieben sind. Dazu kommen Familien, die eine bezahlbare Vierzimmerwohnung suchen, und Berufstätige, die die Nähe zur Autobahn und die U35 schätzen.

Bemerkenswert ist, was diese Mieter zahlen: 8,70 Euro je Quadratmeter im Median, in guten Lagen bis 10,37 Euro. Das liegt praktisch auf Stadtniveau. Die Miete in Hofstede folgt also nicht dem niedrigen Kaufpreis, sondern der Nachfrage — und die ist stabil, weil Einkaufen, Bus, Bahn und Autobahn im Ort liegen.

Für dich als Vermieter heißt das zweierlei. Deine Wohnung findet zügig einen Mieter, oft in unter drei Wochen. Und du solltest den Preis nicht zu tief ansetzen, nur weil der Stadtteil als günstig gilt. Wer eine renovierte Dreizimmerwohnung mit 70 Quadratmetern für 480 Euro kalt anbietet, verschenkt gegenüber dem Median rund 130 Euro im Monat. Über zehn Jahre sind das über 15.000 Euro.

Immobilie in Hofstede verkaufen: warum der Median nicht dein Preis ist

Der teuerste Fehler in Hofstede ist nicht der zu hohe Preis, sondern der zu niedrige. Wer im Netz nachschlägt, findet 1.611 Euro je Quadratmeter und denkt, damit sei die Sache klar. Diese Zahl beschreibt aber den Angebotsmix des Stadtteils, in dem unsanierte Kleinwohnungen dominieren. Eine Wohnung mit neuem Bad, gedämmter Fassade und Balkon liegt deutlich darüber, ein Reihenhaus in ordentlichem Zustand sowieso.

Umgekehrt gilt: Ein unsaniertes Zechenhaus mit Ölheizung und altem Dach wird die 2.728 Euro je Quadratmeter aus der Haus-Statistik nicht erreichen. Beide Fehler kosten Geld, der eine sofort, der andere über Monate ohne Termine.

Aus über 400 Verkäufen wissen wir, an welcher Stelle ein Preis kippt. In Hofstede ist das fast immer der Moment, in dem ein Kapitalanleger die Nebenkosten gegenrechnet: 6,5 Prozent Grunderwerbsteuer in Nordrhein-Westfalen plus rund zwei Prozent Notar und Grundbuch. Davon hast du den Vorteil, dass dein Preis so gesetzt wird, dass er diese Rechnung übersteht statt sie zu sprengen.

Wenn vor dem Verkauf noch etwas ansteht, steht der Handwerker in wenigen Tagen bei dir: Maler fürs Treppenhaus, Elektriker für den Zählerkasten, Entrümpler für Keller und Dachboden. Du musst niemanden suchen. Eine neue Küche holst du in Hofstede allerdings selten wieder rein.

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In Hofstede vermieten: die höchste Rendite der Stadt

Die Rechnung ist kurz. 8,70 Euro Miete je Quadratmeter mal zwölf Monate ergibt 104,40 Euro im Jahr. Geteilt durch 1.611 Euro Kaufpreis je Quadratmeter sind das 6,5 Prozent Bruttorendite. Für ganz Bochum liegt derselbe Wert bei 4,5 Prozent. Kein anderer Bochumer Ortsteil kommt aus den amtlichen Zahlen auf einen so hohen Wert.

Ehrlich dazu gehört, was davon übrig bleibt. Kaufnebenkosten von rund 8,5 Prozent, nicht umlegbare Betriebskosten, Verwaltung und eine Rücklage, die bei 71,1 Prozent Altbestand nicht knapp kalkuliert sein darf. Realistisch landest du bei 4 bis 4,7 Prozent netto. Das ist immer noch mehr, als eine sanierte Wohnung in Bochum-Süd brutto abwirft.

Zwei rechtliche Punkte helfen dir in Bochum zusätzlich. Die Stadt steht nicht in der Mieterschutzverordnung des Landes, es gibt also keine Mietpreisbremse. Und die Kappungsgrenze für Bestandsmieten liegt bei 20 Prozent in drei Jahren statt bei 15. Wer eine Wohnung in Hofstede zehn Jahre lang unter Markt vermietet hat, kann sie in Schritten heranführen, ohne den Mieter zu verlieren.

Das größte Risiko ist nicht der Leerstand, sondern der falsche Mieter. In einem Bestand, in dem viele kleine Wohnungen schnell wechseln, entscheidet die Auswahl über dein Ergebnis. Gehaltsnachweise, SCHUFA und ein Gespräch über den Grund des Umzugs kosten dich eine halbe Stunde und sparen im Zweifel ein Jahr.

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Alles zu Hofstede auf einen Blick

Rund um Hofstede lohnt der Blick auf Riemke mit dem Tippelsberg, auf Hamme mit seinem Altbaubestand und auf Hordel mit der denkmalgeschützten Gartenstadt.

Häufige Fragen zu Immobilien in Hofstede

Warum ist Hofstede der günstigste Stadtteil für Eigentumswohnungen?
Weil der Angebotsmix ihn nach unten zieht. In Hofstede werden überwiegend kleine, unsanierte Wohnungen aus Zeilenbauten der Nachkriegszeit inseriert, und 71,1 Prozent der Gebäude stammen aus der Zeit vor 1970. Der Median von 1.611 Euro je Quadratmeter beschreibt diesen Mix, nicht den Wert jeder einzelnen Wohnung.
Wie hoch ist die Rendite in Hofstede wirklich?
Brutto 6,5 Prozent: 8,70 Euro Miete mal zwölf Monate, geteilt durch 1.611 Euro Kaufpreis je Quadratmeter. Nach Grunderwerbsteuer von 6,5 Prozent, Notar, Verwaltung, nicht umlegbaren Kosten und Rücklage bleiben realistisch 4 bis 4,7 Prozent netto. Entscheidend ist der Sanierungsstand des Gebäudes.
Stört die A40 beim Verkauf?
Nur wenn du sie verschweigst. Objekte in erster Reihe zur Autobahn erzielen weniger als solche zwei Straßen weiter, und Käufer merken den Unterschied bei der Besichtigung. Wer offen sagt, welche Fenster verbaut sind und wie die Räume liegen, verliert weniger Preis als jemand, der auf Überhören hofft.
Was kostet ein Haus in Hofstede?
Die Angebotsspanne reicht je nach Wohnlage von 2.076 bis 3.495 Euro je Quadratmeter, der Median liegt bei 2.728 Euro. Ein Reihenhaus mit 110 Quadratmetern liegt damit bei rund 300.000 Euro. Zustand von Dach, Heizung und Fenstern verschiebt diesen Wert um mehrere zehntausend Euro nach oben oder unten.
Wie ist Hofstede an den Nahverkehr angebunden?
Die U35 hält an der Zeche Constantin und am Riemke Markt und fährt ohne Umsteigen zum Hauptbahnhof und zur Ruhr-Universität. Dazu kommen die Straßenbahnlinie 306 und Buslinien über die Herner und die Dorstener Straße. Der Betriebshof der U35 liegt im Stadtteil, die A40 direkt daneben.
Lohnt es sich, eine vermietete Wohnung in Hofstede zu verkaufen?
Häufig ja, weil Kapitalanleger genau danach suchen. Wichtig sind eine saubere Mietaufstellung, die letzten drei Protokolle der Eigentümerversammlung und ein realistischer Blick auf die Rücklage. Liegt die Miete deutlich unter Markt, rechnet der Käufer das als Risiko und nicht als Chance gegen den Preis.

Kurz zusammengefasst

Hofstede hat mit 1.611 Euro je Quadratmeter den niedrigsten Wohnungspreis aller 30 Bochumer Ortsteile und mit 8,70 Euro eine Miete fast auf Stadtniveau. Aus dieser Lücke ergeben sich 6,5 Prozent Bruttorendite, mehr als in jedem anderen Ortsteil.

Für Verkäufer ist die Botschaft eine andere: Der Stadtteilmedian ist kein Preisschild. Eine sanierte Wohnung oder ein gepflegtes Reihenhaus liegt deutlich darüber, und wer sich am Median orientiert, verschenkt Geld.

Was dein Objekt in Hofstede wert ist, entscheidet sich am Zustand, an der Entfernung zur A40 und bei vermieteten Einheiten an den Verträgen. Der Termin vor Ort ist kostenlos.

Was ist deine Immobilie in Hofstede wert?

Wir sehen uns an, wo dein Objekt zwischen 1.611 und 2.728 Euro je Quadratmeter wirklich steht — mit Vergleichsfällen aus dem Stadtteil.

Christian Gottschling steht vor einem Einfamilienhaus mit Verkaufsschild im Vorgarten
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Christian Gottschling

Ob Verkauf, Vermietung oder Verwaltung in Hofstede: Ein kurzes Gespräch bringt dich meist weiter als eine Stunde Lesen. Auskunft kostet nichts, auch wenn daraus kein Auftrag wird.

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