Notar, Anwalt, Gutachter: Partner für deine Immobilie in Bochum
Damit du weißt, wen du wann brauchst — und wofür du niemanden bezahlen musst.
Am Ende sitzt du an einem Tisch, an dem du niemanden gut kennst. Vorne liest jemand einen Vertrag vor, den du zwei Wochen vorher zugeschickt bekommen hast und der Wörter enthält wie Auflassungsvormerkung und Zwangsvollstreckungsunterwerfung. Wer da wer ist und was jeder darf, klärt diese Seite — angefangen beim Notar, der bei jeder Immobilie in Bochum zwingend dabei ist.
Vorweg das Wichtigste zur Einordnung: Ein Immobilienverkauf braucht genau eine Pflichtperson, nämlich den Notar. Alle anderen kommen dazu, wenn deine Situation es verlangt. Wer dir sagt, du bräuchtest von allem etwas, verkauft dir Leistungen.
Was ein Notar beim Verkauf deiner Immobilie in Bochum macht
Der Notar beurkundet den Kaufvertrag. Ohne ihn wechselt in Deutschland keine Immobilie den Eigentümer, das steht so im Gesetz. Er schreibt den Vertragsentwurf, verschickt ihn an beide Seiten, liest ihn im Termin vollständig vor und beantwortet dabei Fragen.
Danach übernimmt er die Abwicklung. Er lässt eine Auflassungsvormerkung im Grundbuch eintragen, damit dein Käufer abgesichert ist. Er holt die Löschungsunterlagen deiner Bank, falls auf dem Objekt noch eine Grundschuld liegt. Er schickt die Fälligkeitsmitteilung, mit der die Zahlung ausgelöst wird, und er meldet den Verkauf ans Finanzamt und ans Grundbuchamt.
Was das für dich praktisch heißt: Zwischen Beurkundung und Geld auf dem Konto liegen üblicherweise vier bis acht Wochen, weil diese Schritte nacheinander laufen. Wer einen Notartermin macht und am nächsten Tag mit dem Geld rechnet, plant falsch. Die Kosten liegen bei rund 1,0 bis 1,5 Prozent des Kaufpreises und trägt in aller Regel der Käufer — nachzulesen auf Kosten und Provision.
Was ein Notar ausdrücklich nicht macht
Der Notar ist zur Neutralität verpflichtet. Er vertritt weder dich noch den Käufer. Er wird dir also nicht sagen, ob der Preis gut ist, ob du besser noch ein halbes Jahr wartest oder ob eine Klausel für dich ungünstig ist. Er erklärt sie, aber er bewertet sie nicht in deinem Interesse.
Er prüft außerdem nicht den Zustand des Gebäudes, nicht die Bonität deines Käufers und nicht, ob die Wohnfläche stimmt. Und er verhandelt nicht. Wenn im Termin plötzlich über 5.000 Euro für die Einbauküche gestritten wird, moderiert er höchstens.
Genau deshalb ist die Vorbereitung so wichtig. Alles, was strittig sein könnte, gehört vor den Notartermin geklärt: Zubehör, Übergabetermin, Zustand, Mängel. Ein Notartermin ist der falsche Ort für Überraschungen.
Du willst sehen, was vor dem Notartermin alles geklärt wird?
Wann du einen Rechtsanwalt brauchst
Bei einem normalen Verkauf brauchst du keinen Anwalt. Es gibt aber Situationen, in denen sich das Geld sehr schnell rechnet.
Erstens bei Erbengemeinschaften, in denen nicht alle einer Meinung sind. Solange sich drei Geschwister einig sind, reicht der Notar. Sobald einer blockiert, geht es um Teilungsversteigerung, Auszahlungsansprüche und Fristen — dafür brauchst du jemanden, der nur deine Seite vertritt. Hintergrund auf Erbengemeinschaft und Immobilie.
Zweitens bei Trennung und Scheidung, weil der Verkaufserlös mit Zugewinn, Unterhalt und Kreditverträgen zusammenhängt. Drittens bei Ärger mit Mietern, etwa bei Räumung oder Zahlungsverzug. Viertens, wenn du Mängel verschwiegen bekommen hast oder nach dem Verkauf ein Käufer Ansprüche stellt.
Eine Erstberatung ist im Verhältnis zum Kaufpreis günstig. Wer dagegen aus Sparsamkeit eine strittige Erbschaft ohne Anwalt durchzieht, zahlt am Ende oft ein Vielfaches — meist in Form eines Verkaufs, der zwei Jahre stillsteht.
Steuerberater: die Frage, die vor dem Verkauf geklärt gehört
Die häufigste teure Überraschung heißt Spekulationssteuer. Wenn zwischen Kauf und Verkauf weniger als zehn Jahre liegen und du die Immobilie nicht selbst bewohnt hast, wird der Gewinn versteuert. Bei einem Gewinn von 80.000 Euro kann das je nach persönlichem Steuersatz einen fünfstelligen Betrag ausmachen.
Es gibt Ausnahmen, etwa bei durchgehender Eigennutzung oder bei Nutzung im Verkaufsjahr und den beiden Jahren davor. Ob dein Fall darunterfällt, entscheidet sich an Details — Meldedaten, Zeiträume, Vermietung an Angehörige. Das gehört zu einem Steuerberater und nicht in ein Verkaufsgespräch.
Für vermietete Objekte kommen weitere Punkte dazu: Abschreibungen, die aufgelöst werden, Erhaltungsaufwand, der noch verteilt wird, und bei mehreren Verkäufen die Frage des gewerblichen Grundstückshandels. Wer drei oder mehr Objekte in kurzer Zeit verkauft, sollte das vorher klären. Was das für Kapitalanleger bedeutet, steht auf Kapitalanlage in Bochum.
Gutachter: wann ein Verkehrswertgutachten nötig ist
Für einen normalen Verkauf reicht eine fundierte Bewertung mit Vergleichsobjekten. Ein förmliches Verkehrswertgutachten brauchst du erst, wenn eine Behörde oder ein Gericht mitliest.
Typische Fälle: Erbauseinandersetzung vor Gericht, Scheidungsverfahren, Schenkung mit Nießbrauch, Betreuungsfälle, in denen das Gericht zustimmen muss, oder eine Auseinandersetzung mit dem Finanzamt über den Wert. Ein solches Gutachten kostet je nach Objekt einen vierstelligen Betrag und dauert mehrere Wochen.
Wenn du nur wissen willst, was dein Haus bringt, ist es dafür zu teuer und zu langsam. Der schnellere Weg steht auf Immobilienbewertung in Bochum, die Abgrenzung im Detail auf Verkehrswertgutachten.
Finanzierungsberater: wichtig für deinen Käufer, manchmal auch für dich
Der häufigste Grund, warum ein Verkauf in letzter Minute platzt, ist eine Finanzierung, die doch nicht steht. Deshalb wird vor der Reservierung eine Finanzierungsbestätigung verlangt — und zwar eine echte von einer Bank, nicht eine Selbstauskunft aus einem Onlinerechner.
Für dich selbst ist Finanzierungsberatung dann ein Thema, wenn du einen laufenden Kredit hast. Bei vorzeitiger Ablösung verlangt die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung, die vierstellig bis fünfstellig ausfallen kann. Diese Zahl solltest du kennen, bevor du einen Preis festlegst, denn sie geht direkt von deinem Erlös ab.
Und falls du nach dem Verkauf etwas Neues kaufst, ist die Reihenfolge entscheidend: erst wissen, was die Bank mitmacht, dann bieten. Sonst stehst du zwischen zwei Terminen mit einem Zwischenkredit da.
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Warum hier keine Kanzleinamen stehen
Empfehlungen für Notare, Anwälte und Steuerberater gehören ins Gespräch und nicht auf eine Website. Der Grund ist einfach: Der richtige Anwalt für eine Erbengemeinschaft ist ein anderer als der für einen Mietstreit, und beim Notar kommt es auf Termine und Sprachkenntnisse an.
Was du bekommst, ist deshalb kein Werbeblock, sondern eine konkrete Auswahl passend zu deinem Fall, samt Hinweis, welche Frage du dort stellen solltest. Den Notar suchst du übrigens frei aus, üblicherweise schlägt ihn die Käuferseite vor, weil sie die Kosten trägt. Wenn du einen bestimmten willst, ist das dein gutes Recht.
Kurz zusammengefasst
Pflicht ist nur der Notar: Er beurkundet, wickelt ab und bleibt neutral — er berät dich also nicht. Einen Anwalt brauchst du bei Streit, eine steuerliche Prüfung bei Verkauf innerhalb von zehn Jahren, ein Gutachten nur für Gericht oder Amt, und einen Finanzierungsberater vor allem, wenn ein Kredit läuft.
Wenn du nicht weißt, wen dein Fall braucht, klär das in einem Gespräch, bevor Kosten entstehen. Meistens ist die Liste kürzer, als du denkst.
Wen brauchst du wirklich?
Sag uns, worum es geht — wir sagen dir, wo du dir Kosten sparen kannst.
Christian Gottschling
Ein kurzes Gespräch bringt dich meist weiter als eine Stunde Lesen. Auskunft kostet nichts, auch wenn daraus kein Auftrag wird.
Geschäftsführer der GOTTSCHLING Immobilien GmbH · Termine bei dir vor Ort in BochumLieber telefonisch? 0201 20 20 01 — Auskunft kostet nichts, auch wenn daraus kein Auftrag wird.