Notar

Wer sucht beim Hausverkauf den Notar aus?

Gesetzlich ist das nicht festgelegt. Üblich gilt: Wer zahlt, sucht aus — und das ist beim Immobilienkauf der Käufer, weil er die Notarkosten trägt. Auf die Beratung wirkt sich das nicht aus. Der Notar ist zur Neutralität verpflichtet und betreut beide Seiten gleich.

Wie der Termin selbst abläuft und was dort verlesen wird, zeigt der Ablauf des Notartermins. Den gesamten Verkaufsweg beschreibt Immobilie verkaufen in Bochum.

Warum meist der Käufer wählt

Die Notarkosten gehören zu den Kaufnebenkosten und trägt der Käufer. Wer die Rechnung bekommt, sucht sich üblicherweise auch das Büro aus — oft eines, das seine Bank kennt oder das in der Nähe liegt.

Verpflichtend ist das nicht. Ihr könnt es im Vorfeld frei absprechen, und in der Praxis bringt häufig der Makler einen Vorschlag mit, weil er weiß, welche Büros schnell arbeiten. Wie die Gebühren verteilt sind, steht unter Notarkosten beim Hausverkauf.

Neutral heißt wirklich neutral

Aufgabe des NotarsFür wen
Entwurf des Kaufvertragsbeide Seiten
Belehrung über Risikenbeide Seiten
Verlesen und Beurkundenbeide Seiten
Vormerkung und Vollzugbeide Seiten
Verhandeln über den Preisniemanden, das ist nicht seine Rolle
Einseitige Interessenvertretungniemanden, dafür brauchst du eine Anwältin

Aufgaben eines Notars nach der Bundesnotarordnung und dem Beurkundungsgesetz.

Ein Notar darf keine Seite bevorzugen. Er entwirft den Vertrag, erklärt beiden die Folgen und weist auf Risiken hin. Was er nicht tut: für dich verhandeln oder prüfen, ob der Preis gut ist.

Wann du selbst aussuchen solltest

  1. Komplizierter Fall

    Erbengemeinschaft, Scheidung, Nießbrauch, Rückauflassung: Hier lohnt ein Büro mit Erfahrung in genau diesem Thema.

  2. Zeitdruck

    Manche Notariate vergeben Termine erst in vielen Wochen. Wer schnell abschließen muss, sollte mitreden dürfen.

  3. Mehrere Verkäufer

    Wenn drei Geschwister aus verschiedenen Städten unterschreiben, spielt die Lage des Büros eine Rolle.

  4. Du zahlst mit

    Trägst du ausnahmsweise einen Teil der Kosten, etwa für die Löschung deiner Grundschuld, hast du erst recht ein Wort mitzureden.

Was der Notar für dich prüft

Er kontrolliert das Grundbuch, klärt Vollmachten und Genehmigungen und sorgt dafür, dass du dein Geld erst dann herausgibst, wenn du abgesichert bist. Er belehrt dich außerdem über die Folgen der Klauseln, die im Vertrag stehen.

Was er nicht prüft: den Zustand des Hauses, die Angemessenheit des Preises und die Bonität des Käufers. Diese drei Punkte bleiben deine Aufgabe. Was am Termin passiert, klärt Ablauf beim Notartermin, und ob du dabei sein musst, steht unter Anwesenheit beim Notartermin.

Gut zu wissenBei einem Verkauf an Verbraucher muss der Vertragsentwurf mindestens zwei Wochen vor der Beurkundung vorliegen. Diese Seite ersetzt dabei keine Rechtsberatung.

Regional gebunden ist niemand

Du kannst jeden Notar in Deutschland beauftragen, unabhängig davon, wo die Immobilie liegt. Praktisch ist ein Büro vor Ort trotzdem meist besser, weil es das zuständige Grundbuchamt und die üblichen Abläufe kennt.

Für Bochumer Objekte heißt das: ein Notariat in Bochum oder im direkten Umland. Den kompletten Ablauf davor und danach zeigt Ablauf eines Immobilienverkaufs, die Kostenseite Notarkosten beim Verkauf.

Häufige Fragen zur Notarwahl

Kann ich einen vorgeschlagenen Notar ablehnen?
Ja, jederzeit. Niemand kann dich zwingen, bei einem bestimmten Büro zu unterschreiben. Sinnvoll ist eine Ablehnung aber nur mit Grund, etwa wenn dein Termin dort erst in Monaten frei wäre oder der Fall Spezialwissen verlangt. Eine Ablehnung ohne Anlass verzögert nur und wirkt auf die andere Seite misstrauisch.
Brauche ich zusätzlich eine eigene Anwältin?
Bei einem normalen Verkauf selten. Der Notar erklärt beiden Seiten, was im Vertrag steht, und haftet für seine Belehrung. Anders sieht es aus bei Erbengemeinschaften mit Streit, bei Scheidungen, bei Rückübertragungsrechten oder wenn dir jemand einen fertigen Vertrag vorlegt, den du nicht verstehst. Dann lohnt eine eigene Beratung.
Was kostet der Notar und wer bezahlt ihn?
Die Gebühren sind bundesweit gesetzlich festgelegt und richten sich nach dem Kaufpreis, nicht nach Aufwand oder Kanzlei. Ein Preisvergleich zwischen Notaren bringt deshalb nichts. Die Beurkundung und die Eintragung des Eigentumswechsels zahlt der Käufer, die Löschung deiner alten Grundschuld dagegen du als Verkäufer.
Kann derselbe Notar Käufer und Verkäufer beurkunden?
Genau das ist der Regelfall und im deutschen Recht so vorgesehen. Ein Notar ist unparteiischer Betreuer beider Beteiligten, nicht Vertreter einer Seite. Zwei getrennte Notare wären beim Immobilienkauf unüblich, teurer und würden die Abwicklung deutlich komplizierter machen. Welche Klauseln im Entwurf wichtig sind, steht unter Inhalte des Kaufvertrags.

Kurz zusammengefasst

Ein Gesetz dazu gibt es nicht. Üblich sucht der Käufer aus, weil er die Notarkosten trägt.

Auf die Qualität der Beratung wirkt sich das nicht aus: Der Notar ist beiden Seiten gleichermaßen verpflichtet.

Bei Erbfällen, Scheidungen oder Zeitdruck solltest du trotzdem mitreden. Und wenn du eigene Interessen durchsetzen willst, ist dafür eine Anwältin zuständig, nicht der Notar.

Vom Entwurf bis zur Unterschrift begleitet

Wir stimmen den Termin ab, prüfen den Entwurf mit dir und sind beim Notar dabei.

Christian Gottschling hält einen Wohnungsschlüssel in der Hand, im Hintergrund eine Wand mit Objektunterlagen
Dein Ansprechpartner

Christian Gottschling

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Geschäftsführer der GOTTSCHLING Immobilien GmbH · Termine bei dir vor Ort in Bochum
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