Welcher Energieausweis ist für den Verkauf der richtige?
Der Verbrauchsausweis stützt sich auf deine Abrechnungen, der Bedarfsausweis auf die Bausubstanz. Oft hast du die Wahl. Pflicht ist der Bedarfsausweis derzeit bei Wohngebäuden mit bis zu vier Wohnungen, deren Bauantrag vor November 1977 gestellt wurde und die nicht auf den damaligen Wärmeschutzstandard gebracht wurden.
Was ein Bedarfsausweis im Einzelnen enthält, erklärt der Lexikoneintrag zum Bedarfsausweis, die andere Variante der Eintrag zum Verbrauchsausweis. Wo du ihn bekommst, steht unter Energieausweis beantragen. Die Unterlagen insgesamt zeigt Haus verkaufen in Bochum.
Der Unterschied in einem Satz
Der Verbrauchsausweis misst, wie geheizt wurde. Der Bedarfsausweis rechnet, wie geheizt werden müsste. Ein sparsamer Rentner in einem ungedämmten Haus erzeugt einen guten Verbrauchswert. Der Bedarfswert desselben Hauses fällt deutlich schlechter aus, weil er das Gebäude beschreibt, nicht die Bewohner.
Wann du wählen darfst
| Gebäude | Zulässig |
|---|---|
| Bis vier Wohnungen, Bauantrag vor November 1977, nicht nachgerüstet | nur Bedarfsausweis |
| Bis vier Wohnungen, auf den damaligen Standard gebracht | beide |
| Fünf und mehr Wohnungen | beide |
| Bauantrag ab November 1977 | beide |
| Neubau | Bedarfsausweis |
Regelung nach dem Gebäudeenergiegesetz. Mit der Neuregelung des Gebäudemodernisierungsgesetzes entfällt diese Bindung zum 1. Januar 2027; dann ist für reine Wohngebäude der Verbrauchsausweis grundsätzlich wählbar, wenn lückenlose Verbrauchsdaten aus 24 Monaten vorliegen. Stand: 09/2026.
Warum das in Bochum viele trifft
Rund 65 Prozent aller Bochumer Wohngebäude stammen aus der Zeit vor Baujahr 1970. In Ortsteilen wie Hordel oder Kruppwerke sind es über 85 Prozent. Für ein Einfamilien- oder Zweifamilienhaus aus dieser Zeit, an dem energetisch nichts Wesentliches gemacht wurde, bleibt derzeit nur der Bedarfsausweis.
Wer dagegen Dach, Fenster und Heizung erneuert hat, sollte prüfen lassen, ob das Gebäude damit den damaligen Standard erreicht. Dann steht die Wahl wieder offen. Was das Baualter sonst für den Verkauf bedeutet, steht unter Baualter und Verkauf in Bochum.
Welchen du nehmen solltest, wenn du wählen darfst
Das hängt an deinem Haus. Ist der Verbrauch niedrig, weil sparsam geheizt wurde, ist der Verbrauchsausweis für das Inserat freundlicher. Ist das Gebäude gut gedämmt, wurde aber kräftig geheizt, macht der Bedarfsausweis das bessere Bild.
Beim Preis liegen rund 200 bis 250 Euro für den Verbrauchsausweis gegen rund 500 bis 700 Euro für den Bedarfsausweis. Das sind übliche Spannen aus der eigenen Praxis und keine amtliche Liste. Ein paar hundert Euro sind echtes Geld — sie sind aber klein gegen das, was eine einzige Preisrunde beim Verkauf bewegt.
Dreh die Frage deshalb um. Ist die Substanz gut, arbeitet der teurere Bedarfsausweis im Inserat für dich, weil er die Dämmung und die neue Heizung sichtbar macht. Ist die Substanz schwach und der Verbrauch trotzdem niedrig, ist der günstige Verbrauchsausweis der freundlichere. Nur nach dem Preis zu entscheiden, wird am Ende die teuerste Variante.
Der Bedarfsausweis hat einen zusätzlichen Nutzen: Er weist Schwachstellen aus und enthält Empfehlungen. Für einen Käufer, der ohnehin sanieren will, ist das eine Planungsgrundlage und damit ein Verkaufsargument. Wie stark der Ausweis auf den Preis wirkt, steht unter Energieausweis und Preis, das Baujahr allein unter Baujahr und Preis. Dass ein Ausweis überhaupt Pflicht ist, klärt Energieausweispflicht beim Verkauf. Die vollständige Unterlagenliste steht unter Unterlagen für den Hausverkauf.
Häufige Fragen zur Ausweisart
Ist der Bedarfsausweis wirklich teurer?
Darf ich einen Verbrauchsausweis nehmen, obwohl Bedarf Pflicht wäre?
Was ist mit einem Haus, das ich saniert habe?
Gilt die Ausweisart auch bei der Vermietung?
Kurz zusammengefasst
Der Verbrauchsausweis kommt aus deinen Abrechnungen, der Bedarfsausweis aus der Bausubstanz.
Für kleine Wohngebäude mit Bauantrag vor November 1977 ohne Nachrüstung ist derzeit der Bedarfsausweis Pflicht.
In Bochum betrifft das viele Häuser, weil rund 65 Prozent des Bestands vor Baujahr 1970 entstanden ist.
Wenn du wählen darfst, entscheidet dein Gebäude: niedriger Verbrauch spricht für den Verbrauchsausweis, gute Substanz für den Bedarfsausweis.
Der Preisunterschied ist spürbar, rund 200 bis 250 Euro gegen rund 500 bis 700 Euro. Er ist trotzdem der schwächste Grund, sich zu entscheiden.
Unterlagen klären, bevor du inserierst
Ein falscher Ausweis hält deinen Verkauf länger auf als die Beschaffung des richtigen.
Christian Gottschling
Ein kurzes Gespräch bringt dich meist weiter als eine Stunde Lesen. Auskunft kostet nichts, auch wenn daraus kein Auftrag wird.
Geschäftsführer der GOTTSCHLING Immobilien GmbH · Termine bei dir vor Ort in Bochum