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Wo bekomme ich einen Energieausweis und was kostet er?

Ausstellen dürfen ihn Energieberater, Architekten, Bauingenieure, bestimmte Handwerksmeister und qualifizierte Schornsteinfeger. Ein Verbrauchsausweis kostet aus der eigenen Praxis rund 200 bis 250 Euro und ist oft in wenigen Tagen fertig. Ein Bedarfsausweis liegt bei rund 500 bis 700 Euro, weil das Gebäude aufgenommen und gerechnet wird. Gültig sind beide zehn Jahre.

Welche Art für dein Haus zulässig ist, klärt die Seite Bedarfsausweis oder Verbrauchsausweis. Ob du überhaupt einen brauchst, steht unter Energieausweispflicht beim Verkauf. Den Gesamtzusammenhang zeigt Haus verkaufen in Bochum.

Wer ihn ausstellen darf

Nicht jeder Handwerker darf das. Wer ausstellen darf, steht im Gesetz. Dazu gehören Architekten, Bauingenieure und Fachleute für Bauphysik oder Gebäudetechnik, jeweils mit passender Fortbildung. Dazu kommen Handwerksmeister aus dem Bau- und Ausbaugewerbe mit Zusatzqualifikation, staatlich anerkannte Techniker und Schornsteinfeger mit Nachweis. Frag im Zweifel nach der Ausstellungsberechtigung, bevor du beauftragst.

Praktisch bedeutet das: Dein Bezirksschornsteinfeger ist oft der schnellste Weg, weil er das Gebäude ohnehin kennt. Energieberater aus der Umgebung findest du über die bundesweite Expertenliste. Online-Anbieter stellen ebenfalls aus, brauchen aber saubere Daten von dir.

Was der Aussteller von dir braucht

AusweisartWas du lieferstTypische Dauer
VerbrauchsausweisHeiz- und Warmwasserabrechnungen mehrerer Jahre, Wohnfläche, Leerstandszeitenwenige Tage
BedarfsausweisBaupläne, Baujahr, Angaben zu Dämmung, Fenstern, Dach und Heizung, meist Begehungein bis mehrere Wochen

Ablauf nach dem Gebäudeenergiegesetz. Ab 1. Januar 2027 verlangt die Neuregelung des Gebäudemodernisierungsgesetzes für Verbrauchsausweise 24 aufeinanderfolgende Monate mit monatlicher Erfassung. Stand: 09/2026.

Was ein Energieausweis kostet

Eine amtliche Preisliste für Bochumer Aussteller gibt es nicht. Was sich aus den eigenen Aufträgen sagen lässt: Ein Verbrauchsausweis liegt meist bei rund 200 bis 250 Euro, ein Bedarfsausweis bei rund 500 bis 700 Euro. Der Unterschied kommt vom Aufwand.

AusweisartÜbliche SpanneUmgerechnet je JahrWas dafür passiert
Verbrauchsausweisrund 200 bis 250 €20 bis 25 €Abrechnungen auswerten, meist ohne Ortstermin
Bedarfsausweisrund 500 bis 700 €50 bis 70 €Gebäude aufnehmen, Bauteile und Technik durchrechnen

Übliche Spannen aus der eigenen Praxis, keine amtliche Preisliste. Ein Ausweis gilt zehn Jahre, daher die Umrechnung je Jahr. Was ein Aussteller verlangt, hängt an Größe und Zuschnitt des Gebäudes, am Aufwand vor Ort und an der Anfahrt. Stand: 09/2026.

Teurer wird es bei verschachtelten Häusern, bei Anbauten und bei mehreren Bauabschnitten. Hol dir zwei oder drei Angebote und achte darauf, dass die Begehung und die Datenaufnahme enthalten sind. Ein auffällig günstiges Angebot ohne Ortstermin liefert bei einem Altbau selten belastbare Werte.

Warum der billigere Ausweis nicht immer der bessere ist

Der Verbrauchsausweis kostet weniger als die Hälfte. Er ist aber nicht überall zulässig, und er misst am Ende die Vormieter statt das Haus. Wer sparsam geheizt hat, macht ein schwaches Gebäude auf dem Papier gut. Wer viel geheizt hat, ruiniert ein gutes.

Beim Bedarfsausweis zahlst du ein paar hundert Euro mehr und bekommst eine Zahl, die die Bausubstanz beschreibt. Hast du Dach, Fenster oder Heizung erneuert, steht das im Ergebnis — in genau dem Feld, das ein Käufer im Inserat zuerst liest. Bei einem Haus zum Bochumer Median von 455.000 Euro geht es in einer einzigen Verhandlungsrunde um ein Vielfaches des Preisunterschieds zwischen den beiden Ausweisen. Wer nur auf den Preis des Papiers schaut, spart am falschen Ende.

Gut zu wissenEin Ausweis, der auf falschen Angaben beruht, ist nicht nur wertlos, sondern kann dich später einholen. Wer Flächen oder Verbräuche schönt, haftet dafür. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung.

Wie lange er gilt und wann du einen neuen brauchst

Zehn Jahre ab Ausstellung. Danach ist er für Verkauf und Vermietung wertlos, auch wenn sich am Haus nichts geändert hat. Prüfe das Datum, bevor du inserierst.

Einen neuen brauchst du außerdem, wenn du das Gebäude erweiterst oder energetisch umfassend sanierst und die Kennwerte dadurch nicht mehr stimmen. Eine neue Heizung allein macht den alten Ausweis nicht ungültig, sie macht ihn nur schlechter, als dein Haus inzwischen ist. Dann lohnt ein neuer, weil er im Inserat für dich arbeitet.

Was er dir beim Verkauf bringt

Der Ausweis ist keine reine Pflichtübung. Bei rund 65 Prozent Bochumer Wohngebäuden aus der Zeit vor Baujahr 1970 sortieren Käufer nach der Effizienzklasse vor. Ein guter Wert holt Anfragen, ein schlechter kostet sie. Wie stark das durchschlägt, steht unter Energieausweis und Preis.

Was hinter den Buchstaben von A+ bis H steckt, erklärt der Lexikoneintrag zur Energieeffizienzklasse, die Rechenweise der Eintrag zum Verbrauchsausweis. Wie sich Sanierungspflichten einordnen, zeigt der Beitrag zu den Sanierungspflichten nach dem Gebäudeenergiegesetz.

Welche Unterlagen daneben liegen müssen, zeigt Unterlagen für den Hausverkauf. Die Gesamtrechnung deiner Verkaufskosten steht unter Kosten des Verkaufs.

Häufige Fragen zur Beschaffung

Kann ich den Ausweis online bestellen?
Für einen Verbrauchsausweis ist das üblich und funktioniert gut, wenn deine Abrechnungen vollständig sind. Du lädst die Unterlagen hoch, der Anbieter prüft und stellt aus. Bei einem Bedarfsausweis ist Vorsicht angebracht: Ohne Ortstermin beruhen die Werte auf deinen Angaben zu Dämmung und Bauteilen. Bei einem Altbau kennt die kaum ein Eigentümer genau genug.
Was ist, wenn das Haus lange leer stand?
Leerstandszeiten verfälschen den Verbrauch, weil kaum geheizt wurde. Der Aussteller rechnet sie heraus, dafür braucht er die genauen Zeiträume von dir. Fehlen zu viele Monate, kommt ein Verbrauchsausweis nicht mehr in Frage und es bleibt der Bedarfsausweis. Sag den Leerstand deshalb von Anfang an offen, sonst kippt der Ausweis später.
Wer bezahlt den Ausweis bei einer Eigentumswohnung?
Der Ausweis wird für das gesamte Gebäude ausgestellt, nicht für die einzelne Wohnung. In Auftrag gibt ihn deshalb die Eigentümergemeinschaft, und die Kosten laufen über das Hausgeld. Verkaufst du eine Wohnung, forderst du eine Kopie bei der Verwaltung an. Plane dafür mehrere Wochen ein und rechne mit einer gesonderten Gebühr für die Auskunft.
Brauche ich ihn auch beim Verkauf an einen Bauträger?
Wenn das Gebäude abgerissen wird und der Abriss feststeht, entfällt die Pflicht. Feststehen heißt nicht, dass der Käufer es vorhat, sondern dass es belegbar ist. Solange ein Käufer das Haus theoretisch weiternutzen könnte, gilt die Pflicht. Im Zweifel stellst du den Ausweis aus, denn er kostet weniger als eine Auseinandersetzung darüber.

Kurz zusammengefasst

Ausstellen dürfen nur qualifizierte Fachleute: Energieberater, Architekten, Ingenieure, bestimmte Handwerksmeister und Schornsteinfeger.

Ein Verbrauchsausweis braucht deine Abrechnungen und ist schnell fertig. Ein Bedarfsausweis braucht das Gebäude und dauert länger.

Rechne mit rund 200 bis 250 Euro für einen Verbrauchsausweis und rund 500 bis 700 Euro für einen Bedarfsausweis. Das sind Spannen aus der Praxis, keine amtliche Liste. Hol zwei bis drei Angebote ein und achte darauf, dass die Begehung enthalten ist.

Gültig ist der Ausweis zehn Jahre. Prüfe das Datum, bevor du inserierst.

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Wer weiß, was fehlt, verliert keine Wochen zwischen Entscheidung und Inserat.

Christian Gottschling mit verschränkten Armen vor einem modernen Bürogebäude
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